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Brandenburg

Autodieb: Verfolgungsjagd mit Polizei endet an einem Grenztor ++ Krankenhaus: Geburtshilfe-Station in Bad Belzig wird geschlossen ++ Ermittlungen: Ein Mensch verbrennt bei Verkehrsunfall im Auto ++ Vögel: Keine Baby-Störche im Internet-Nest Vetschau

Verfolgungsjagd mit Polizei endet an einem Grenztor

Ein Autodieb hat sich auf der A11 Berlin–Stettin eine kilometerlange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der Wagen war der Brandenburger Polizei am Dienstag wegen gefälschter Kennzeichen aufgefallen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Mittwoch. Um ihn zu stoppen, wurde der Grenzübergang Pomellen kurzzeitig gesperrt. Der mutmaßliche Autodieb rammte ein Polizeiauto, kollidierte mit einem Absperrtor und floh dann zu Fuß in einen Wald. Die Verfolgung per Hubschrauber und Spürhund blieb zunächst erfolglos. Das Auto sei am 11. Juni in Berlin gestohlen gemeldet worden, hieß es. Der Gesamtschaden wurde mit knapp 25.000 Euro angegeben.

Geburtshilfe-Station in Bad Belzig wird geschlossen

Das Krankenhaus Bad Belzig trennt sich von seiner Geburtshilfe-Station. Grund sind die seit Jahren zurückgehenden Geburtenzahlen in dem Haus, gab das Gesundheitsministerium am Mittwoch eine Entscheidung der Landeskonferenz für Krankenhausplanung bekannt. Mit 185 Geburten 2014 hatte Bad Belzig die kleinste Abteilung für Geburtshilfe in Brandenburg. Sie müsse das Votum schweren Herzens zur Kenntnis nehmen und bedauere es, betonte Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke). Der Versuch einer alternativen Lösung sei gescheitert. Experten empfehlen mindestens 400 bis 700 Geburten im Jahr, um die Abläufe sicher zu beherrschen.

Ein Mensch verbrennt bei Verkehrsunfall im Auto

Bei einem schweren Verkehrsunfall östlich von Berlin ist ein Mensch in einem Auto verbrannt. Der Opel kam am Mittwochvormittag gegen 10.45 Uhr von der Bundesstraße 1 bei Herzfelde (Märkisch-Oderland) Richtung Frankfurt (Oder) von der Straße ab, prallte gegen einen Baum und fing sofort Feuer, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ob es sich bei der Leiche um eine Frau oder einen Mann handelt, war zunächst unklar. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Die Straße zwischen Herzfelde und Lichtenow wurde für den Einsatz und für die Unfallaufnahme gesperrt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Unfallursache und zum Fahrer. Zur Schadenshöhe lagen noch keine Angaben vor.

Keine Baby-Störche im Internet-Nest Vetschau

Bisher keine Babys: Im Internet-Storchennest in Vetschau haben erstmals seit Jahren keine Störche gebrütet. Derzeit fliegen nur Einzelstörche den Horst im Spreewald an und verschwinden nach Stunden wieder, sagte der Geschäftsführer des Naturschutzbund-Regionalverbands Calau, Bernd Elsner, am Mittwoch. In den Jahren davor hatte immer ein Storchenpaar das Nest bezogen. „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder so ist“, ergänzte Elsner. Über das Internet können Storchenfans seit Jahren Live-Bilder von dem Nest sehen. Trostpflaster für dieses Jahr: Es gibt seit kurzem Live-Bilder von einem Storchennest im benachbarten Raddusch. Dort lebt eine Storchenfamilie.