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Brandenburg

Bundesgartenschau: Baum-Gutachter untersucht das tödliche Unglück ++ Förderung: 6500 Firmen in Brandenburg seit 1989 angesiedelt ++ Geldtransport: Tarifstreit bei Prosegur vor Einigung ++ Fund: Polizei sucht nach weiteren Knochenteilen

Baum-Gutachter untersucht das tödliche Unglück

Nach dem tödlichen Unfall eines 49-Jährigen auf der Bundesgartenschau in Rathenow (Havelland) hat die Potsdamer Staatsanwaltschaft einen Baum-Gutachter eingeschaltet. Ein Buga-Besucher war am Sonnabend während eines Unwetters von einem herabstürzenden Ast erschlagen worden. „Wir konzentrieren uns auf die Frage, ob der Baum ausreichend standsicher war“, sagte Behördensprecher Nils Delius am Montag. Vor dem Unfall hatte der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen herausgegeben. „Die Frage, ob der Veranstalter das Gelände hätte schließen müssen, spielt derzeit bei den Ermittlungen keine Rolle“, sagte Delius.

6500 Firmen in Brandenburg seit 1989 angesiedelt

Rund 6500 Unternehmen haben sich in Brandenburg seit der Wende mit Unterstützung der Zukunftsagentur angesiedelt. Rund 125.000 Arbeitsplätze seien damit entstanden, sagte der Geschäftsführer Steffen Kammradt am Montag in Potsdam. Firmen schätzten heute den Standort wegen der Infrastruktur, der raschen Entscheidungen von Behörden, aber auch wegen der vorhandenen Fachkräfte. Zu Gründung des Landes vor 25 Jahren sind 25 Unternehmer befragt worden, warum sie sich im Land niedergelassen haben. Die Porträts werden im Internet auf www.brandenburg1990.de veröffentlicht.

Tarifstreit bei Prosegur vor Einigung

Im Tarifstreit für die rund 350 Mitarbeiter des Geldtransporteurs Prosegur in Potsdam zeichnet sich eine Einigung ab. Das Unternehmen habe sich mit der Gewerkschaft auf Eckpunkte für weitere Tarifverhandlungen geeinigt, die in der kommenden Woche beginnen sollen, teilten Prosegur und Verdi am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Während der Verhandlungen werde es keine weiteren Streiks geben.

Der Ausstand von rund 150 Mitarbeitern war Anfang Juni nach fünf Wochen für neue Gespräche ausgesetzt worden. Zuvor war an Geldautomaten in Berlin und Brandenburg das Bargeld knapp geworden.

Polizei sucht nach weiteren Knochenteilen

Nach einem Knochenfund in einem Brunnen in der Uckermark will die Polizei dort nach weiteren Knochenteilen suchen. „Vermutlich sind die Knochen menschlichen Ursprungs“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Noch in dieser Woche werde Schlamm in dem Brunnen untersucht. Rechtsmediziner sollen zudem klären, wie alt die entdeckten Knochen sind. Wann ein Ergebnis feststehen wird, ist unklar. Offen ist auch, ob hinter dem Fund ein Verbrechen stecken könnte. Die Knochen waren am Donnerstag auf einem Privatgrundstück in Schönermark bei Brunnenarbeiten entdeckt worden.