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Brandenburg

Matrosenstation: Gericht weist Eilantrag gegen Investor-Pläne zurück ++ Naturschutz: 80 Bewerber für Posten als Bibermanager ++ Insolvenz: Großer Auftrag aus China für Orgelbauer Schuke

Gericht weist Eilantrag gegen Investor-Pläne zurück

Der Antrag von Grundstückseigentümern am Jungfernsee auf Eilrechtsschutz gegen die einem Investor erteilte Baugenehmigung für den Bau eines Restaurants hatte in zweiter Instanz keinen Erfolg. Ein Berliner will die Vente-Halle wieder aufbauen, der Empfangspavillon der im norwegischen Drachenstil errichteten und Mitte des letzten Jahrhunderts abgebrannten Matrosenstation Kongsnaes. Die Antragsteller hatten geltend gemacht, es sei eine Großgastronomie für mehr als 400 Besucher geplant. Laut Gericht seien nur 122 Sitzplätze zugelassen.

80 Bewerber für Posten als Bibermanager

Etwa 80 Bewerber bundesweit interessieren sich für den Job des Brandenburger Biberbeauftragten. Zum 1. September sollen sie ihre auf zwei Jahre befristete Arbeit antreten. Der künftige Biberbeauftragte soll sich vor allem um Schäden kümmern, die die unter Schutz stehenden Tiere anrichten. Für die Biberbeauftragten stehen aus dem Landeshaushalt etwa 90.000 Euro pro Jahr bereit. In Brandenburg leben etwa 3000 Biber, ein Drittel des Bestandes in Deutschland. Zur Wendezeit waren sie fast ausgerottet.

Großer Auftrag aus China für Orgelbauer Schuke

Die insolvente Orgelbauerfirma Schuke aus Werder/Havel hat einen großen Auftrag aus China bekommen. Die erste Übungsorgel gehe im Oktober auf die Reise, sagte Unternehmenschef Matthias Schuke am Donnerstag. Die Zusammenarbeit für weitere Instrumente im Wert von etwa 500.000 Euro bis zu einer Million Euro sei auf drei Jahre angelegt. Nach Angaben von Ulf Rittinghaus, einem vom Insolvenzverwalter beauftragten Berater, wird mit weiteren Kunden verhandelt. Seit Ende 2014 läuft das Insolvenzverfahren für das 120 Jahre alte Unternehmen.