Demografischer Wandel

Fast jeder vierte Brandenburger ist älter als 65 Jahre

Brandenburger Rentner haben laut Landesseniorenrat Angst vor steigenden Mieten und sorgen sich um Kriminalität.

„Die Probleme älterer Menschen müssen sehr ernst genommen werden“, sagte Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Linke) zum Beginn der diesjährigen seniorenpolitischen Woche des Landes am Sonntag.

Bis 14. Juni sind landesweit zahlreiche Veranstaltungen geplant. Dabei wollen die älteren Brandenburger auf ihre Wünsche und Forderungen an die Politik aufmerksam machen. Der Landesseniorenrat als Veranstalter sieht die Landesregierung unter anderem in der Pflicht, für eine ausreichende gesundheitliche Versorgung durch Ärzte und Fachärzte in der Stadt und auf dem Lande zu sorgen.

Derzeit leben im Land 565.000 Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind – das ist fast jeder vierte Brandenburger. 2030 wird es jeder Dritte sein. „Senioren wollen meist so lange wie möglich im gewohnten Umfeld bleiben“, sagte Golze. In dem Zusammenhang sei der demografische Wandel und der Wegezug von Menschen eine große Herausforderung. „Die Wohnumgebung muss den alten Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt“, sagte sie.

Es müssten neue Ideen entwickelt werden wie mobile Dienste. In der Uckermark gebe es beispielsweise eine Zahnärztin, die zu den Patienten komme. Golze kündigte an, gemeinsam mit den Kommunen Lösungen zu suchen. „In den kommenden Jahren werden zudem immer mehr Menschen in Rente gehen, die keine komplette Erwerbsbiografie vorweisen können“, sagte Golze. Sie werden dann auf Unterstützung angewiesen sein.