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Brandenburg

Mindestlohn: Zoll setzt auf Aufklärung statt auf Strafen ++ Feuerwehreinsatz: Wieder Waldbrand ausgebrochen ++ Munitionssuche: Kind findet Panzerfaust am See bei Prenzlau

Zoll setzt auf Aufklärung statt auf Strafen

Wer seinen Mitarbeitern weniger zahlt als den vorgeschriebenen Mindestlohn, muss nicht zwingend mit Strafe rechnen. In der Einführungsphase des Mindestlohngesetzes arbeiteten die Finanzkontrolleure des Zolls eher nach dem Prinzip „Aufklärung geht vor Ahndung“, wie Finanzminister Christian Görke (Linke) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erläuterte. Die Zollverwaltung berücksichtige, dass Arbeitnehmern und Arbeitgebern die neuen Regelungen nicht immer vollständig bekannt seien und Unsicherheiten bei der Auslegung des Gesetzes bestünden. Verstöße gegen das Gesetz dürften ohnehin erst seit März 2015 geahndet werden. Aussagekräftige Statistiken dazu gebe es bislang nicht. Das Gesetz gilt seit dem 1. Januar.

Wieder Waldbrand ausgebrochen

Beim Waldbrand bei Mückendorf (Teltow-Fläming) musste am Sonntag die Feuerwehr noch einmal ausrücken. Der Brand sei am Sonnabend gelöscht worden, doch hätten sich Glutnester wieder entflammt, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg am Sonntag. Gelöscht wurden zudem noch andere kleinere Waldbrände, so in der Nähe von Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark). Das Feuer bei Mückendorf war bereits am Freitag ausgebrochen und auch gelöscht worden, loderte aber immer wieder auf. Am Sonnabend verbuchten die Meteorologen in Brandenburg mit 33 Grad den bisher heißesten Tag in diesem Jahr.

Kind findet Panzerfaust am See bei Prenzlau

In der Nähe eines Spielplatzes am Unteruckersee in Prenzlau (Uckermark) hat ein Kind am Sonnabend Teile einer Panzerfaust gefunden. Es soll sich dabei um ein russisches Fabrikat aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, das später auch bei Übungen eingesetzt wurde. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst stufte die Munition als gefährlich ein und entsorgte diese, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Es könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass sich im See oder am Ufer noch mehr Munition befindet. Deshalb sei das Ufer-Gelände weiträumig abgesperrt worden. In dieser Woche soll daher intensiv nach weiteren gefährlichen Hinterlassenschaften gesucht werden. Auch Taucher sollen dabei zum Einsatz kommen.