Erfolg

Neonazi-Aufzug in Neuruppin nach Gegenprotesten beendet

1400 Menschen haben am Sonnabend friedlich gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Neuruppin protestiert.

Der Aufzug kam nicht so voran wie geplant. Demonstranten versperrten den Teilnehmern aus der rechten Szene mit Sitzblockaden den Weg, sagte ein Polizeisprecher. Deren Organisator sei eine Ausweichroute vorgeschlagen worden. Diese habe er abgelehnt und die Veranstaltung von sich aus beendet. Rund 600 Neonazis waren angereist. Beamte begleiteten diese zum Bahnhof. Der Bürgermeister von Neuruppin, Jens-Peter Golde (Pro Ruppin), wertete den Abbruch als Erfolg. Es habe verhindert werden können, dass die Neonazis ihre Kundgebung vor dem Fontane-Denkmal abhalten konnten.

Laut Polizei sind alle Veranstaltungen in der Stadt bis auf kleinere Rangeleien weitgehend friedlich verlaufen. Bei einem Zwischenfall seien allerdings Polizisten mit Böllern angegriffen worden. Sie wehrten sich mit Pfefferspray.