Ministerpräsident

Woidke in China – Gespräche über Zusammenarbeit

Brandenburg sucht neue Investoren aus China und weitere Absatzmärkte für märkische Firmen.

„Wir wollen die Zusammenarbeit stärken“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach Angaben der Staatskanzlei in Shanghai. Auf seiner sechstägigen Reise begleiten ihn 40 Unternehmenschefs und Wirtschaftsfachleute sowie Vertreter von Wissenschaftseinrichtungen.

Als erste konnte die Wildauer Firma AneCom Aero Test – tätig im Gasturbinen- und Flugzeugbau – einen Wirtschaftsvertrag unterzeichnen. Künftig wird verstärkt mit dem Unternehmen Avic Commercial Aero Engines zusammengearbeitet. Seit 2013 gibt es zwischen beiden Unternehmen Kontakte. Die Brandenburger werden die chinesische Firma nun bei der Entwicklung von Triebwerken für die zivile Luftfahrt unterstützen.

Besuch bei Solarmodulhersteller

Woidke will in Hangzhou auch mit dem Vorstandschef der Chint Group zusammentreffen. Geplant ist der Besuch in einem Werk von Astronergy. Die Tochterfirma der Chint Group hatte den insolventen Solarmodulhersteller Conergy in Frankfurt (Oder) übernommen und produziert heute wieder.

Knapp 240 Brandenburger Firmen sind in China derzeit aktiv. Außerdem gibt es 22 chinesische Ansiedlungen. Bei ersten Gesprächen ging es laut einer Mitteilung der Brandenburger Staatskanzlei um Partnerschaften zwischen Bildungseinrichtungen beider Länder. Unter anderem gibt es bereits enge Kontakte zwischen der Zhong Guang High School Shanghai und dem Evangelischen Dom-Gymnasium in Brandenburg/Havel. Chinesische Schüler wurden für Juli eingeladen, ein Gegenbesuch ist im Oktober geplant.

Brandenburgs Ministerpräsident besucht außerdem noch Peking und die Provinz Hebei.