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Brandenburg

Neuer Job: Umstrittener Staatssekretär will ins Umweltministerium ++ Sozialministerin: Beratungsstellen gegen Kinderarmut ++ Kita-Streik: Proteste auch in der nächsten Woche ++ Heilbäderverbände: Kurorte wollen künftig zusammenarbeiten

Umstrittener Staatssekretär will ins Umweltministerium

Der umstrittene Brandenburger Innenstaatssekretär Arne Feuring wechselt möglicherweise ins Umweltministerium. Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade bestätigte, dass sich Feuring dort in einer bundesweiten Ausschreibung für die Leitung der Abteilung Finanzen und Personal beworben habe. Der Personalvorschlag des Ministeriums werde nun dem Kabinett vorgelegt. Feuring wurde vorgeworfen, die Kriminalitätsstatistik geschönt zu haben. Feuring wies das zurück.

Beratungsstellen gegen Kinderarmut

Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Linke) setzt sich für landesweite Beratungsstellen gegen Kinderarmut ein. „Die betroffenen Familien müssen wirklich die Hilfe erhalten, die ihnen zusteht und die ihnen weiter hilft“, sagte Golze am Freitag in Potsdam. Beim ersten Runden Tisch gegen Kinderarmut trafen sich Vertreter von Kommunen, Landkreisen, Unternehmen, Kammern, Verbänden und Stiftungen in Potsdam. Die verschiedenen staatlichen Angebote, aber auch ehrenamtliche Initiativen sollen vernetzt werden. In Brandenburg gilt fast jedes vierte Kind als armutsgefährdet.

Proteste auch in der nächsten Woche

Der Kita-Streik geht in Brandenburg kommende Woche weiter. In der dann bereits vierten Woche ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Bereitschaft der Mitarbeiter ungebrochen, an Arbeitskampfaktionen teilzunehmen. Sie sollen solange dauern, bis ein Ergebnis der Arbeitgeber vorliegt, das angenommen werden kann. Am Freitag beteiligten sich vor allem Mitarbeiter in Kindertagesstätten in Ostbrandenburg an dem Ausstand. Zahlreiche kommunale Einrichtungen in mehreren Landkreisen waren betroffen. Seit Montag war der unbefristete Streik schrittweise ausgeweitet worden.

Kurorte wollen künftig zusammenarbeiten

Die Kurorte Brandenburgs, Sachsens und Sachsen-Anhalts wollen zusammenarbeiten. Wie die drei Heilbäderverbände am Freitag mitteilten, wollen sie über die Landesgrenzen hinaus bekannter werden und mehr Kurgäste anlocken. Dazu planen sie gemeinsame Aktionstage, eine gemeinsame Internetseite und eine gemeinsame Forschung für neue Gesundheitsangebote. Die Kurorte wollten sich auf den Gesundheitstourismus konzentrieren, weil die Zahlen der ambulanten Kuren zurückgingen und Reha-Leistungen unzureichend durch die Krankenkassen honoriert würden, teilten die Verbände mit.