Tarifkonflikt

Schlichtung soll Streik der Geldtransporteure in Potsdam beenden

Im Tarifkonflikt beim Werttransportunternehmen Prosegur in Potsdam ist der Streik am Montag wie geplant fortgesetzt worden.

Allerdings setzt die Gewerkschaft Verdi auf eine Schlichtung. Am Montag sei der Arbeitgeberseite ein entsprechender Vorschlag zum Prozedere von Verdi-Verhandlungsführer André Pollmann übermittelt worden, hieß es. Bereits am Freitag hatte sich eine Streikversammlung mit knapp 150 Beschäftigten für ein Schlichtungsverfahren ausgesprochen.

Prosegur zeigte sich aufgeschlossen. „Wir sind gesprächsbereit“, teilte ein Unternehmenssprecher am Montag mit. Prosegur werde eine Schlichtung als Alternative ernsthaft prüfen, hieß es weiter.

Anfang vergangener Woche war ein drittes Spitzengespräch noch ergebnislos verlaufen. Verdi verlangt statt der angebotenen 0,65 Euro einen Zuschlag von einem Euro pro Stunde. Seit dem 28. April werden 18 Kreditinstitute, die zu den Prosegur-Kunden zählen, nicht mehr mit Geldscheinen beliefert. Betroffen sind unter anderem Berliner Volksbank, Commerzbank, Deutsche Bank, Sparda Bank und Postbank. Die Auswirkungen des Streiks fallen laut Verdi jedoch unterschiedlich aus: An einigen Geldautomaten gebe es in Berlin und Brandenburg kein Geld mehr. Über einen Notbetrieb würden andere Geldautomaten aber weiter beliefert. Auch im Einzelhandel gibt es immer wieder Probleme, sodass Kunden aufgefordert werden, passend in bar oder mit EC-Karte zu zahlen.