Arbeitskampf

Der Streik beim Werttransporteur Prosegur geht weiter

Im Tarifstreit beim Werttransport-Unternehmen Prosegur ist kein Ende des Streiks in Sicht.

Das dritte Spitzengespräch mit den Arbeitgebern sei ergebnislos verlaufen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Dienstag mit. „Wir bedauern die fehlende Kompromissbereitschaft der Geschäftsführung“, betonte Verdi-Verhandlungsführer André Pollmann. Der mittlerweile unbefristete Streik geht in die dritte Woche. Verdi verlangt für die 350 Beschäftigten statt der angebotenen 0,65 Euro einen Zuschlag von einem Euro pro Stunde.

Die Folgen des Streiks sind in Berlin und Brandenburg für viele Menschen direkt spürbar. An einem Teil der Geldautomaten in der Region gibt es kein Geld mehr, auch an Bankschaltern fehlt es. Nach Informationen der Berliner Morgenpost kam es unter anderem in der Hypovereinsbank an der Bismarckstraße in Charlottenburg zeitweilig zu Engpässen. Viele Geldinstitute haben aber mittlerweile bei Konkurrenzunternehmen einen Transport von Bargeld bestellt. Auch der Einzelhandel ist betroffen. So wechselte eine Nahkauf-Filiale am Steubenplatz in Westend den Lieferanten, nachdem ihr das Bargeld ausgegangen war.