Flugverkehr

Erst 600 Haushalte an der BER-Südbahn haben Lärmschutz

Auch nach der vorübergehenden Inbetriebnahme der neuen Südbahn des Hauptstadtflughafens haben erst wenige Anwohner einen ausreichenden Schallschutz.

Nur in knapp 600 der 4500 Haushalte an der Südbahn sei der Schallschutz abgeschlossen, sagte der zuständige Abteilungsleiter der Flughafengesellschaft, Ralf Wagner, am Montag im Sonderausschuss des Potsdamer Landtags.

Allerdings sei die Lärmbelastung nach aktuellen Messungen mit Werten zwischen 73 und 91 Dezibel teils deutlich geringer als zuvor befürchtet. Die neue Südbahn wird seit Anfang Mai bis zum Herbst bereits genutzt, weil die alte Piste des Flughafens Schönefeld saniert wird.

Durch die vorzeitige Sanierung der Nordbahn kann die Flughafengesellschaft viel Geld sparen. Denn die Arbeiten können bei Tag und Nacht stattfinden. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld rechnet mit Kosten von 50 statt 150 Millionen Euro. Die Flugzeuge starten deswegen in den nächsten Montagen von der Südbahn, die eigentlich erst mit der Inbetriebnahme des neuen BER-Terminals genutzt werden sollte. Ein Gericht hatte für Anwohner einen besseren Schallschutz gefordert.