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Brandenburg

Zwischenbilanz: Neun Kinder in Potsdamer Babyklappe abgelegt ++ Blitz-Marathon: Mehr als 1400 Brandenburger melden „Wutpunkte“ ++ Unfall: Transporter stößt mit Tram zusammen – zwei Verletzte ++ Zweiter Weltkrieg: Neue Ausstellung zum „Kessel von Halbe“ eröffnet

Neun Kinder in Potsdamer Babyklappe abgelegt

In Brandenburgs einziger Babyklappe in Potsdam sind bislang neun Säuglinge abgelegt worden. Acht Kinder seien an Adoptivfamilien vermittelt worden, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung mit. Eines sei weiterhin in Obhut. Nach Angaben des Sprechers konnte in zwei Fällen die Identität der Kinder beziehungsweise ihrer Mütter geklärt werden. Die Babyklappe am St.-Josefs-Krankenhaus Potsdam wurde 2003 eingerichtet. Das Jugendamt ist für die Vermittlung der Kinder zuständig.

Mehr als 1400 Brandenburger melden „Wutpunkte“

Mit zahlreichen Geschwindigkeitskontrollen auf den Straßen beteiligt sich Brandenburgs Polizei am europaweiten „Blitz-Marathon“ am 16. April. 24 Stunden lang werden wechselnde Kontrollstellen eingerichtet, so die Polizei am Freitag. Zahlreiche Aufstellorte für die Messgeräte gehen auf Hinweise aus der Bevölkerung zurück. Mehr als 1400 Menschen haben „Wutpunkte“ benannt, die aus ihrer Sicht besonders gefährlich sind. Etwa 300 Stellen sollen beim „Blitz-Marathon“ sowie bei Kontrollen der Kommunen berücksichtigt werden.

Transporter stößt mit Tram zusammen – zwei Verletzte

Eine Straßenbahn ist in Cottbus beim Zusammenstoß mit einem Transporter aus den Gleisen gehoben worden. Der 60 Jahre alte Transporterfahrer wurde schwer und eine 44-jährige Frau in der Tram leicht verletzt, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Der Unfall ereignete sich kurz nach 8 Uhr in der Nähe des Bahnhofs. Nach derzeitigem Ermittlungsstand übersah der 60-Jährige beim Abbiegen die Tram – es kam zum Zusammenprall.

Neue Ausstellung zum „Kessel von Halbe“ eröffnet

Mit einer neuen Ausstellung erinnert die Gemeinde Halbe (Dahme-Spreewald) an die Toten der verheerenden Schlacht kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. Die Schau wurde am Freitag eröffnet. Ende April 1945 starben im „Kessel von Halbe“ Zehntausende Menschen. Mehr als 25.000 Kriegstote sind auf dem Waldfriedhof bestattet. 16 Stelen informieren über die Ereignisse. Auch Versuche Rechtsextremer, den Gedenkort zu vereinnahmen, werden thematisiert.