Schiffsverkehr

Wasserschutzpolizei kündigt zum Saisonstart Kontrollen an

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Zunehmender Schiffsverkehr verursacht immer mehr Unfälle

Mit den angekündigten Frühlingstemperaturen zum Wochenende startet die Saison für Brandenburgs Wasserschutzpolizei. „Unsere Boote und die Technik sind startklar“, sagte Jan Müller von der Wasserschutzpolizei am Donnerstag. Nachdem es Ostern wegen des kühlen Wetters noch recht leer auf den Gewässern geblieben sei, rechne er nun mit einem deutlichen Anstieg des Verkehrs. „Wir gehen von einer weiteren Zunahme des Schiffsverkehrs aus, der spaß- und erholungsorientiert ist“, meinte Müller. Auch die Anzahl von Paddelbooten und Kajaks nehme stetig zu – und damit auch die Gefahr von Unfällen und Verletzten.

„Da, wo der Verkehr besonders dicht ist, werden wir deswegen stark kontrollieren müssen, dass die Regeln eingehalten werden“, betonte der Beamte. Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen seien dabei ein Schwerpunkt der rund 160 Beamten auf den Flüssen und Seen in Brandenburg. Dies gelte insbesondere an Feiertagen oder verlängerten Wochenenden. Zu diesen Zeiten würden die Polizisten erneut gemeinsam mit Kollegen aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt die Gewässer überprüfen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Wasserschutzpolizei mit deutlich mehr Kontrollen auf Zunahme des Schiffsverkehrs reagiert. In der zurückliegenden Saison wurden rund 27.600 Boote und Schiffe überprüft, berichtete Müller. Dies seien etwa 1000 mehr gewesen als 2013. Schwerpunkt bildete dabei die Sportschifffahrt mit mehr als 26.000 Fahrzeugen. Bei jedem fünften habe es Beanstandungen gegeben – was in der Regel zu Bußgeldern führte.

Häufig Alkohol am Ruder

Dabei spielte Alkohol eine besonders große Rolle: Rund 85 Skipper wurden angetrunken erwischt. Meistens handelte es sich laut Müller um Ordnungswidrigkeiten, weil der Promillewert unter 0,8 lag. Liegt die Zahl darüber, erwartet Bootsführer ebenso wie Autofahrer ein Strafverfahren.

Probleme bereiten der Wasserschutzpolizei zunehmend Jetskis, die eine Geschwindigkeit bis zu 100 Stundenkilometer erreichen können. Zahlreiche Schiffsbesitzer hätten solche Jetskis heutzutage statt eines Beiboots, schilderte der Beamte. In Brandenburg sei jedoch keine Strecke für diese Wassermotorräder freigegeben. Wenn die Nutzer jedoch je nach Abschnitt nicht schneller als neun bis zwölf Stundenkilometer fahren würden, könne die Polizei wenig machen.