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Brandenburg

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Rettung: Spürhund Ado findet vermissten 83-Jährigen ++ Braunkohle: Umsiedlung wegen Tagebau bleibt weiter offen ++ Prozess: Mutmaßliche Autoschieber zeigen sich geständig ++ Justiz: Richter wehren sich gegen Pensionierung

Spürhund Ado findet vermissten 83-Jährigen

Ein 83-Jähriger ist in Brandenburg an der Havel von einem Rettungshund vor dem Erfrieren bewahrt worden. Der an Demenz leidende Mann war am Mittwoch nach dem Abendessen aus einem Pflegewohnheim verschwunden, teilte die Rettungshundestaffel der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Barnim am Donnerstag mit. Rettungshund Ado fand den Senior schließlich mitten in der Nacht auf dem Boden liegend. Der Mann war stark unterkühlt, er wurde in eine Klinik gebracht.

Umsiedlung wegen Tagebau bleibt weiter offen

Ob sorbische Dörfer in der Lausitz dem Braunkohletagebau Nochten weichen müssen, bleibt weiter in der Schwebe. Der Energiekonzern Vattenfall, der den Tagebau betreibt und einen Ausbau plant, parafiert die Umsiedlungsverträge vorerst nicht, bestätigte ein Konzern-Sprecher. Ursprünglich sollte dies Ende März geschehen. Vattenfall sucht derzeit nach einem Käufer für seine Braunkohlesparte. Die vom Bund diskutierte Klimaschutzabgabe für ältere Kraftwerke führe zu einer zu großen Unsicherheit, betonte der Sprecher.

Mutmaßliche Autoschieber zeigen sich geständig

Nach einer Verfolgungsjagd mit mehreren verletzten Polizisten haben zwei mutmaßliche Autoschieber vor Gericht ein Geständnis abgelegt. Ihre Anwälte verlasen am Donnerstag zum Prozessauftakt am Landgericht Cottbus entsprechende Erklärungen. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 25- und 24-Jährigen vor, im Sommer 2014 mit gestohlenen Autos in Richtung Polen gefahren zu sein und dabei eine Polizeikontrolle auf der A15 bei Forst (Spree-Neiße) durchbrochen zu haben.

Richter wehren sich gegen Pensionierung

Zwei Brandenburger Richter wehren sich weiter juristisch gegen ihre Pensionierung. Sie haben Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht, teilte der Deutsche Richterbund mit. „Die Kollegen machen geltend, dass sie durch das Gesetz wegen ihres Lebensalters diskriminiert werden und eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung vorliegt“, sagte der Landesvorsitzende Matthias Deller.