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Zuchttier: Teuerstes Kalb geht bei Auktion nach Brandenburg ++ Überprüfung: Staatsanwalt beschäftigt sich mit Platzeck-Büro ++ Urteil: Haftstrafen für Manager nach Fördermittel-Betrug

Teuerstes Kalb geht bei Auktion nach Brandenburg

27.000 Euro hat ein Züchter aus Brandenburg auf einer Rinderauktion in Karow (Mecklenburg-Vorpommern) für ein Kalb gezahlt. Es war damit das teuerste Tier der diesjährigen Sunrise Sale, so eine Sprecherin des Rinderzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Gewöhnliche Kälber kosten 250 bis 300 Euro. Auch das zweitteuerste Tier ging für 23.500 Euro an einen Brandenburger Betrieb. 33 Jungrinder der Rassen Schwarzbunte Holsteins und Rotbunte Holsteins standen Dienstag zur Auktion.

Staatsanwalt beschäftigt sich mit Platzeck-Büro

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft hat sich in die Debatte um Büro und Mitarbeiter des ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) eingeschaltet. „Wir haben einen Überprüfungsvorgang unterhalb der Schwelle eines Ermittlungsverfahrens eingeleitet“, sagte Behördensprecher Christoph Lange am Mittwoch. In einem ersten Schritt sollen Presseberichte gesichtet und Unterlagen angefordert werden. Die Opposition hatte scharf kritisiert, dass die Potsdamer Staatskanzlei weiterhin einen Mitarbeiter für Platzeck bezahlt.

Haftstrafen für Manager nach Fördermittel-Betrug

Im Betrugsprozess zum Fördermittel-Skandal um die Firma Human Bio Sciences (HBS) sind zwei Manager zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Potsdam sprach sie am Mittwoch schuldig, rund 11,1 Millionen Euro mit gefälschten Rechnungen für die Herstellung medizinischer Produkte in Luckenwalde erschlichen zu haben. Der Firmeninhaber muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis, der Geschäftsführer drei Jahre und drei Monate. Aus Sicht des Gerichts gelang der Betrug auch, weil die Investitionsbank Brandenburg (ILB) keine Möglichkeiten hatte, ausländische Geldgeber zu überprüfen.