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Berlin & Brandenburg

Besucherrückgang: Frankfurter Spielbank schließt Ende März ++ Behandlungsfehler: Verurteilter Chirurg nicht mehr an Perleberger Klinik ++ Agrarwirtschaft: Kritik an Wucherpreisen bei Landkäufen ++ Fastenzeit: Andachten vor Tankstellen und Flüchtlingsheimen

Frankfurter Spielbank schließt Ende März

Die Spielbank in Frankfurt (Oder) wird Ende März geschlossen. Wegen der sinkenden Zahl der Besucher sei die Spielbank nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben, teilte die Brandenburgische Spielbanken GmbH mit. Seit der Eröffnung der Spielbank im Jahr 2006 hätten sich die Zahl der Spieler und damit die Erträge annähernd halbiert. Hintergrund seien neben neuen gesetzlichen Bestimmungen vor allem der Bevölkerungsrückgang in der Stadt sowie wachsende Angebote in Spielhallen und im Internet. Den neun Mitarbeitern sollen Arbeitsplätze in den Spielbanken Potsdam und Cottbus angeboten werden.

Verurteilter Chirurg nicht mehr an Perleberger Klinik

Der in Schleswig-Holstein wegen eines Behandlungsfehlers zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Chefarzt ist nicht mehr in Brandenburg tätig. Man habe sich mit sofortiger Wirkung einvernehmlich voneinander getrennt, sagte der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Prignitz in Perleberg, Karsten Krüger, am Freitag. Zuvor war der Mann Chefarzt einer Klinik in Schleswig-Holsteins gewesen. Der Mediziner war am Mittwoch in Norderstedt wegen des Todes einer 67-Jährigen nach einer Operation zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Nach Auffassung des Gerichts war es 2011 zu verhängnisvollen Fehlern gekommen.

Kritik an Wucherpreisen bei Landkäufen

Brandenburg sorgt sich zunehmend um steigende Preise für Agrarflächen. Einheimische Landwirte könnten sich das kaum noch leisten, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag auf der Mitgliederversammlung des Bauernbundes in Summt (Havelland). Er kündigte für diese Legislaturperiode Verbesserungen an. Dazu hätten sich die Parteien im Landtag einmütig bekannt. Der Präsident des Deutschen Bauernbundes, Kurt-Henning Klamroth, hatte zuvor der Politik Untätigkeit bei dem Thema vorgeworfen. Er forderte ein Vorkaufsrecht für Ortsansässige.

Andachten vor Tankstellen und Flüchtlingsheimen

Mit öffentlichen Andachten an ungewöhnlichen Orten will der Evangelische Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf in der Fastenzeit an das Wirken von Jesus erinnern. Immer donnerstags sind dazu im Südwesten Berlins und in Teltow sowie Kleinmachnow kurze Gottesdienste zum Beispiel vor einer Tankstelle, einer Flüchtlingsunterkunft oder einem Baumarkt geplant, wie die Evangelische Kirche am Freitag mitteilte. „Kirche ist da zu Hause, wo die Menschen sind“, sagte der Superintendent des Kirchenkreises, Johannes Krug. „Auch Jesus ist dorthin gegangen, wo sich das Alltagsleben abspielt – auf Märkte und öffentliche Plätze.“