Auto

Weniger Unfälle durch Führerschein mit 17

Mehr als 58.000 junge Brandenburger haben das Prinzip bereits genutzt

Der Führerschein mit 17 Jahren ist bei den jungen Brandenburgern weiter heiß begehrt: Mehr als 58.400 junge Brandenburger haben seit der Einführung im Jahr 2006 den Führerschein mit 17 genutzt. Allein im vergangenen Jahr seien wieder 7620 Fahrerlaubnisse vor der Volljährigkeit ausgegeben worden, berichtete das Potsdamer Verkehrsministerium auf Anfrage. „Dies ist ein wichtiger Beitrag, um die Unfallzahlen in dieser Altersklasse weiter zu senken“, sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (parteilos). „Umso erfreulicher ist es, dass sich in den vergangenen Jahren immer mehr junge Menschen für das Modell Führerschein mit 17 entschieden haben.“

Nach der jüngsten Verkehrsunfallstatistik von 2013 sank die Zahl der von Fahranfängern im Alter bis zu 24 Jahren verursachten Unfälle in Brandenburg in den vergangenen Jahren kontinuierlich: Nach Angaben des Innenministeriums waren dies 2010 rund 12.000 Unfälle, im Jahr 2013 wurden nur noch rund 7600 Unfälle registriert. Die Folgen waren auch weniger gravierend. 2011 wurden noch 46 Menschen bei diesen Unfällen getötet, ein Jahr später 29 und im Jahr 2013 waren es nur noch zwölf. Die Statistik für 2014 liegt voraussichtlich in einigen Wochen vor.

Modellversuch 2006 gestartet

Das begleitete Fahren von Jugendlichen ab dem 17. Lebensjahr wurde im Jahr 2006 zunächst als bundesweiter Modellversuch gestartet. Das Prinzip ist wie folgt: Mit 16 1/2 Jahren können die Jugendlichen in eine Fahrschule gehen und dort nach dem 17. Geburtstag ihre Prüfung ablegen. Dann können sie in Begleitung eines Erwachsenen in ganz Deutschland fahren – solange der Beifahrer mindestens 30 Jahre alt ist und seit fünf Jahren einen Führerschein besitzt. Mit 18 Jahren dürfen sie dann allein ans Steuer.