Nachrichten

Brandenburg

Religion: Erste Synagoge nach dem Holocaust eingeweiht ++ Unfall: Falschfahrer war auf der Flucht vor der Polizei ++ Versorgung: Gasleitungen außerhalb früherer Tagebaue geplant

Erste Synagoge nach dem Holocaust eingeweiht

Erstmals nach dem Holocaust hat Brandenburg wieder eine Synagoge. Das jüdische Gotteshaus wurde am Dienstag in Cottbus feierlich eingeweiht. Es entstand aus der früheren evangelischen Schlosskirche. Die frühere Cottbuser Synagoge wurde bei den Novemberpogromen von 1938 niedergebrannt. 1945 lebten noch 12 von ursprünglich mehr als 300 Juden in der Stadt. Seit 1998 gibt es wieder eine Jüdische Gemeinde, heute zählt sie nach eigenen Angaben etwa 460 Mitglieder.

Falschfahrer war auf der Flucht vor der Polizei

Der bei einem Falschfahrerunfall auf der A15 bei Cottbus getötete Mann ist zuvor auf der Flucht vor der Polizei gewesen. Er durchbrach am Montag eine Kontrolle im sächsischen Hoyerswerda, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Bei der anschließenden Verfolgungsfahrt lenkte der Mann das Auto auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem Autotransporter zusammen. Seine Identität ist noch nicht geklärt. Die Polizei vermutet, dass es sich um einen 31-Jährigen aus dem Raum Hoyerswerda handeln könnte.

Gasleitungen außerhalb früherer Tagebaue geplant

Die Ontras Gastransport GmbH will noch in diesem Jahr zwei neue Ferngasleitungen an der sächsisch-brandenburgischen Grenze bauen. Mit rund 35 Kilometern Länge sollen sie künftig eine Trasse ersetzen, die bislang größtenteils durch gesperrte Flächen früherer Tagebaue führt, teilte das in Leipzig ansässige Unternehmen am Dienstag mit. Ontras hofft, bereits im Sommer mit dem Vorhaben zwischen Senftenberg und Schwarze Pumpe beginnen zu können. Zuerst sollen die Leitungen verlegt werden, die derzeit noch in den nach einer Rutschung 2010 gesperrten Gebieten liegen.