Unglück

Toter von Treuenbrietzen ist noch immer nicht identifiziert

Die Identität des bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) getöteten Mannes ist weiter unklar.

– Auch die genaue Ursache des Unglücks konnte bislang nicht ermittelt werden, sagte ein Sprecher des Potsdamer Polizeipräsidiums am Sonntag. Die Explosion ereignete sich am Freitagabend.

Betroffen von dem Brand waren sechs weitere Menschen: Drei Bewohner konnten sich selbst aus dem Haus retten, die anderen wurden von der Feuerwehr über Drehleitern in Sicherheit gebracht. Keiner von ihnen wurde verletzt. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Eine Zeugin hatte die Explosion gehört und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Im Erdgeschoss wurde der bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Tote entdeckt. Ob es sich um den dort gemeldeten 50-jährigen Mieter handelt, der vermisst wird, blieb unklar. Nach Polizeiangaben wurden von Angehörigen des Mieters DNA-Proben genommen, um die Identität der Leiche zweifelsfrei festzustellen.

Haus ist unbewohnbar

Fünf der insgesamt sieben Wohnungen waren bewohnt. Das Haus ist zunächst unbewohnbar. Alle Fensterscheiben gingen durch die Wucht der Detonation zu Bruch. Begleitet von Feuerwehrleuten konnten die Betroffenen am Sonnabendmorgen die nötigsten Sachen holen. Zunächst kamen sie bei Angehörigen oder in einer Notunterkunft unter.

Ermittler des Landeskriminalamtes untersuchen weiter die Ursache der Explosion, sagte der Sprecher. Im Keller befindet sich ein Gasanschluss, aber keine Leitungen in die Wohnungen. Die Mieter nutzen offenbar trotz Verbots durch den Vermieter zum Kochen und Heizen Gasflaschen. Außerdem sind Kohleöfen in Betrieb.

Nach ersten Erkenntnissen wird die Explosion in der Erdgeschosswohnung vermutet. Der Schaden konnte noch nicht beziffert werden.