CDU-Anfrage

Nur sechs Bordelle sind gewerberechtlich angemeldet

In Brandenburg sind nur wenige Bordelle gewerberechtlich angemeldet.

Das geht aus einer Antwort von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag hervor.

Demnach haben die Behörden landesweit gegenwärtig lediglich insgesamt sechs Bordelle als Gewerbebetriebe registriert: zwei im Landkreis Spree-Neiße sowie jeweils eins in Brandenburg an der Havel sowie in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberhavel und Teltow-Fläming. Darüber hinaus sind landesweit vier Etablissements – davon zwei in Potsdam-Mittelmark, jeweils eins in Oberhavel und Oder-Spree – als „Wohnungsbordelle“ beziehungsweise sogenannte bordellartige Betriebe angemeldet.

Die CDU mahnte, dass speziell Wohnungsbordelle für viele Bürger ein „zunehmendes Ärgernis“ darstellten. Diese lägen oft in unauffälligen Mietwohnungen. Aufgrund der Verlagerung des Rotlichtmilieus in Wohngebiete litten die Anwohner „unter der ständigen Präsenz von Prostituierten und Freiern“, hieß es.

In Brandenburg werde die Prostitution generell nicht als Gewerbe im Sinne der Gewerbeordnung angesehen, erklärte Minister Gerber. Selbstständige Prostituierte müssten daher im Unterschied zu Bordellbetreibern keine Gewerbeanzeige erstatten. Oft würden einschlägige Einrichtungen als Pension oder Zimmervermietung gewerberechtlich angezeigt. Zudem gebe es eine Reihe „artverwandter Gewerbeanzeigen“ als Swinger Club, Dominastudio, erotische Massagen oder Escort Service, die nicht zu den Bordellen zählten. „Das erschwert die genaue Ermittlung der Anzahl der Bordelle“, hieß es in der Antwort auf die parlamentarische Anfrage.