Kultur

Und abends leuchten tausend Lampions

Landeshauptstadt feiert am 24. Januar an vielen Orten „Unterwegs im Licht“

„Unterwegs im Licht“ heißt es am kommenden Sonnabend, wenn Potsdam zu einem großen Fest in die historische Innenstadt einlädt. Sieben kulturelle Einrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um einen Tag lang Besucher mit Veranstaltungen ins Zentrum der Stadt zu locken. Verbindendes Element ist das Licht, in das sich die Altstadt in den Nachmittagsstunden tauchen wird. Das neuartige Event soll Potsdam auch außerhalb der eigentlichen Touristensaison zu einem attraktiven Ausflugsziel machen, sagte Stadtmarketing-Leiterin Sigrid Sommer am Freitag bei der Vorstellung des Programms. Die Idee gehe auf ein ähnliches Fest zurück, das im Jahr 2012 Auftakt zum Friedrichjahr gewesen sei.

Diesmal möchte man sich nicht auf den illustren Preußenkönig beschränken, obwohl er just am 24. Januar Geburtstag hatte. Immerhin wird ihm zu Ehren um 16 Uhr im historischen Gewölbe des Kutschstalls am Neuen Markt ein Liederzyklus seines Hofkapellmeisters Johann Friedrich Reichardt aufgeführt.

Bereits ab 11 Uhr beginnt eine Vorlesereihe für Kinder in der Stadt- und Landesbibliothek am Platz der Einheit. Während die Kleinen spannenden Geschichten lauschen, können sich die Eltern drei Etagen höher über die Größe des Universums informieren. Professor Hermann Nicolai vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik setzt sich in seinem Vortrag mit ungelösten Fragen zum Weltall auseinander und verspricht interessante Einblicke in die Urgeschichte des Lebens.

Ab etwa 15 Uhr beginnt an unterschiedlichen Orten ein großes Laternenbasteln, das jeweils mit dem Kulturangebot der einzelnen Häuser in Verbindung steht. Damit wird der Lampionumzug vorbereitet, der die Innenstadt ab 16 Uhr in ein Lichtermeer verwandeln und die Kulturstätten verbinden soll. Mit dabei sind neben dem Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte das erst kürzlich wieder eröffnete Filmmuseum und das Naturkundemuseum an der Breiten Straße, der Nikolaisaal sowie das Potsdam Museum. Dort gibt es erstmals seit der Eröffnung am Alten Markt vor zweieinhalb Jahren die Möglichkeit, in kleinen Gruppen den Turm zu besteigen. Besucher haben außerdem am kommenden Wochenende die letzte Möglichkeit, die spektakuläre Ausstellung „Stadt-Bild / Kunst-Raum“ zu sehen. Bis in die späten Abendstunden laden der Nikolaisaal und der Kutschstall zu Swing-, Dixie- und Brass-Konzerten mit Tanz ein. Alle Museen sind bei freiem Eintritt von 14 bis 21 Uhr geöffnet. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei.

Informationen zum Programm unter: www.potsdam.de/unterwegsimlicht