Personalie

Staatssekretär Rainer Bomba soll es nicht richten

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Flughafengesellschaft sucht weiterhin Mehdorn-Nachfolger

Ein Wechsel des Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), auf den Chefposten der Berliner Flughäfen ist nach offiziellen Angaben nicht geplant. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, im Aufsichtsrat werde erwogen, Bomba übergangsweise die Geschäftsführung zu übertragen, bis ein Nachfolger für den scheidenden Flughafenchef Hartmut Mehdorn gefunden ist.

Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke), der das Land in der Gesellschafterversammlung vertritt, sagte der Berliner Morgenpost am Freitag auf Anfrage: „Ich kann diese Meldung nicht bestätigen.“ Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune sagte: „An diesem Bericht ist nichts dran. Das ist Quatsch.“ Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums antwortete auf die Frage, ob Bomba als Geschäftsführer zur Verfügung stehe: „Das steht nicht zur Debatte.“

Ingenieur und Kaufmann

Der gebürtige Hesse Rainer Bomba ist seit 2009 Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Zuvor war der Ingenieur und Diplom-Kaufmann Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Seit März 2010 vertritt Bomba den Bund im Aufsichtsrat des Hauptstadtflughafens BER. Schon seit Längerem gibt es Gerüchte, dass sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) von seinem Staatssekretär trennen wolle. Dies wird im Ministerium allerdings dementiert.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn hatte nach Querelen mit dem BER-Aufsichtsrat Mitte Dezember überraschend seinen Rücktritt bis spätestens Ende Juni 2015 angekündigt. Mehdorn begründete die Entscheidung mit Spekulationen um seine Person im Umfeld des Aufsichtsrats, die das vertretbare Maß überstiegen. „Ich bedauere meinen Rücktritt persönlich sehr, da er weder meinem Pflichtbewusstsein noch meinen persönlichen Zielen entspricht“, teilte er damals mit. Der Schritt sei „in Abwägung der Gesamtlage“ notwendig geworden. Zudem schließe sich mit der Festlegung auf eine Eröffnung des Flughafens im zweiten Halbjahr 2017 für ihn ein Kreis.

Einige Tage zuvor hatte der BER-Aufsichtsrat den Plan Mehdorns unterstützt, den BER in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu eröffnen. Nach Informationen von „Bild“ sollen die Flughafengesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg drei mögliche Kandidaten für Mehdorns dauerhafte Nachfolge ins Auge gefasst haben. Auch dies wurde am Freitag dementiert. Es hieß, die drei Gesellschafter hätten sich keineswegs bereits auf einen Nachfolger für den Chef der Flughafengesellschaft geeinigt.

( gma/dpa )