Kriminalität

Diebstahl von Solarmodulen zurückgegangen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind deutlich weniger Solarmodule gestohlen worden.

Zwischen Januar und Juni wurden laut Polizeipräsidium 16 solcher Straftaten registriert. Das sind knapp 43 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ermittler führen den Rückgang auf die Festnahme zweier Protagonisten einer polnischen Diebesbande zurück. Die beiden Hauptverdächtigen waren im Mai bei einem Einbruch in einen Solarpark in Fredersdorf-Vogelsdorf (Märkisch-Oderland) gefasst worden. Sie wurden inzwischen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Kurz vor Weihnachten versuchten unbekannte Täter jedoch erneut einen Beutezug in einem Solarpark in Beeskow (Oder-Spree): Sie rissen mehr als 300 Solarmodule aus den Verankerungen. Allerdings blieb ihr Lastwagen im sandigen Boden stecken. Daraufhin flüchteten die Diebe ohne ihre Beute.

Im Bereich der Metalldiebstähle kann die Landespolizei keine Entwarnung gegeben. Hier bewegen sich die Fallzahlen laut Polizeipräsidium weiter auf hohem Niveau. 2013 wurden allein durch die Landespolizei in Brandenburg 2373 Metalldiebstähle registriert. Der Gesamtschaden wird mit mehr als sechs Millionen Euro angegeben. In absoluten Fallzahlen betrachtet, sinkt das Kriminalitätsaufkommen aber. 2011 wurden noch 2604 Metalldiebstähle festgestellt, 2012 waren es 2394.

Im Bereich des Schienennetzes der Deutschen Bahn sind die Diebstähle erheblich zurückgegangen. Während 2011 noch 531 Mal Buntmetall in Brandenburg geklaut wurde, passierte das zwei Jahre später nur noch 213 Mal. Die Bahn führt diesen Trend auf Sicherungsmaßnahmen wie den Einsatz von künstlicher DNA zurück.