Spendenaktion

Geschenkaktion für Flüchtlinge abgebrochen

Verwaltung untersagt Initiativen Zutritt zu Sammelunterkunft

Sie waren mit vier Autos voller Geschenke gekommen. Vertreter von Flüchtlingsinitiativen, des Flüchtlingsrats Brandenburg und Mitarbeiter des „Oranienburger Generalanzeigers“ wollten am Dienstag Pakete an die Flüchtlinge der Sammelunterkunft in Henningsdorf verteilen. Der „Oranienburger Generalanzeiger“ hatte Bürger zu Spenden aufgerufen. Doch die Aktion soll auf Anweisung der Verwaltung Oberhavel unterbunden worden sein. Das berichtete die Initiative „Willkommen in Oberhavel“ am Donnerstag. Zunächst habe alles gut angefangen. Die ersten Flüchtlinge hätten Geschenke erhalten. Doch dann soll der Sicherheitsdienst den Journalisten und später auch den anderen Besuchern den Zutritt zur Unterkunft verweigert haben. „Sie haben mit der Polizei gedroht, also sind wir gegangen“, sagte Kirstin Neumann von der Initiative „Willkommen in Oberhavel“. Der Sicherheitsdienst soll auf Anweisung von Matthias Kahl, Fachbereichsleiter für Soziales der Landkreis-Verwaltung Oberhavel, gehandelt haben. „Die Signalwirkung an die Flüchtlinge ist sehr schlecht“, so Neumann.