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Brandenburg

Strukturwandel: 10.000 Jobs hängen an Braunkohle ++ Probleme: Weniger Mitglieder bei freiwilligen Feuerwehren

10.000 Jobs hängen an Braunkohle

Von der Braunkohleindustrie in Brandenburg werden nach Einschätzung der Landesregierung auch in den kommenden Jahren etwa 10.000 Arbeitsplätze abhängen. Das geht aus der Antwort von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion im Potsdamer Landtag zum Strukturwandel in der Lausitz hervor. Danach soll die Zahl der Beschäftigten in der Brandenburger Braunkohleindustrie im Jahr 2015 bei 9270 liegen, davon rund 3500 indirekt Beschäftigte. Für das Jahr 2020 werden 9430 Beschäftigte in der Braunkohleindustrie prognostiziert, für das Jahr 2025 sogar 10.360. Rot-Rot stützt sich bei der Einschätzung der Bedeutung der Braunkohleindustrie auf eine entsprechende Studie des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos AG.

Weniger Mitglieder bei freiwilligen Feuerwehren

Brandenburgs Landesfeuerwehrverband hat gefordert, verstärkt Quereinsteiger für den Dienst zu gewinnen. Nachwuchsarbeit allein könne den Mitgliederschwund bei den Organisationen zwischen Elbe und Oder nicht stoppen. „Erwachsene Quereinsteiger bekommen wir sehr viel schneller ausgebildet als Jugendliche“, sagte der Barnimer Chef des Kreisfeuerwehrverbands Rainer Strempel in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Positiv sei, dass das Land die Aufwandsentschädigung für Selbstständige bei einem Einsatz von 16 auf 35 Euro pro Stunde erhöht habe. Landesweit gibt es knapp 42.000 Aktive in 200 Wehren. Das sind 1000 weniger als vor einem Jahr. Vor zehn Jahren engagierten sich in der Brandbekämpfung noch 48.600 Männer und Frauen.