Bauvorhaben

Neubau der Investitionsbank in Potsdam für 94 Millionen Euro

Mit Kosten bis zu 94 Millionen Euro baut die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) eine neue Zentrale direkt gegenüber dem Potsdamer Hauptbahnhof.

Diese Investition werde von der Bank selbst übernommen, erklärte ILB-Chef Tillmann Stenger vor dem symbolischen ersten Spatenstich am Donnerstag. Dort entstehen drei gläserne Pavillons mit fünf bis sechs Stockwerken und insgesamt 20.000 Quadratmetern für Büros von rund 700 Mitarbeitern der ILB sowie der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB). Baubeginn ist im kommenden Frühjahr, der Einzug ist 2016 geplant.

Die ILB ist für die Zahlung öffentlicher Fördermittel zuständig und gewährt Darlehen etwa für die Wirtschaft oder im Wohnungsbau. Die ZAB berät dabei Investoren, Unternehmer und Existenzgründer. „Der Standort ist gut für Kunden und Mitarbeiter mit der Bahn zu erreichen, und wir sind nahe bei den Entscheidungsträgern im Landtag und der Landesregierung“, so Stenger.

Der Leasingvertrag für die derzeitige ILB-Zentrale im Stadtteil Babelsberg läuft 2016 aus. Der Verwaltungsrat habe sich für den Neubau statt eines Kaufs oder der weiteren Miete des jetzigen Hochhauses als langfristig günstigste Variante entschieden, erklärte Stenger.

Für das alte Hochhaus in Babelsberg will sich die ILB mit dem Eigentümer um Nachmieter bemühen. „Ein Glücksfall wäre etwa die Zentrale eines großen Unternehmens, das nach Potsdam kommen könnte“, sagte der ILB-Chef. Dies sei in der Vergangenheit bereits an fehlendem Büroraum in der Landeshauptstadt gescheitert. Finanzminister Christian Görke (Linke) betonte, entscheidend sei, dass für die neue Bank-Zentrale keine Steuergelder eingesetzt würden.