Neuregelung

Verband: Hohe Grunderwerbssteuer wird Zuzug bremsen

Die von der Brandenburger Landesregierung geplante Erhöhung der Grunderwerbssteuer auf 6,5 Prozent wird aus Sicht des Immobilienverbands Deutschland (IVD) den Zuzug von Berlinern bremsen.

„Aufgrund der steigenden Miet- und Kaufkosten für eine Immobilie haben viele Hauptstädter gut angebundene Lagen in Brandenburg für sich entdeckt“, sagte der Vorsitzende des IVD-Landesverbands, Dirk Wohltorf, am Donnerstag. „Eine steigende Grunderwerbssteuer würde diesen Trend wahrscheinlich wieder teilweise abwürgen.“ Die Folge wäre eine weiter angespannte Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt.

Es sei unverantwortlich, dass in Bundesländern mit eher geringen Haushaltseinkommen „derart steuerlich hingelangt“ werde, sagte Wohltorf. Zumindest müssten die Bürger geschützt werden, die ein Haus oder eine Wohnung zur Absicherung im Alter kaufen wollten. „Wer seine Immobilie als Eigennutzer erwirbt, sollte von der Grunderwerbssteuer befreit werden.“ Die rot-rote Landesregierung will die Grunderwerbssteuer nächstes Jahr verändern.