Justiz

Knapp 80 Gefangene vorzeitig aus der Haft entlassen

Auch in diesem Jahr können sich Gefangene in Berliner Justizvollzugsanstalten auf eine vorzeitige Entlassung aus der Haft freuen und können Weihnachten zu Hause verbringen.

Auf dem Wege des Gnadenerweises wurden bislang 76 Straftäter vorzeitig in die Freiheit entlassen. Das teilte die Senatsverwaltung für Justiz mit. Damit kamen Häftlinge früher frei, die regulär zwischen dem 28. November und 6. Januar entlassen worden wären. Über weitere Entlassungen werde noch in den kommenden Tagen entschieden, hieß es bei der Justizverwaltung weiter.

Ohne gute Führung ist ein früheres Haftende laut Justizangaben aber nicht möglich. Entlassungskandidaten müssen draußen auch eine Unterkunft haben und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Im vergangenen Jahr profitierten 113 Strafgefangene von der sogenannten jährlichen Weihnachtsamnestie. Die Gnadenerweise spricht die Senatsverwaltung aus.

Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter werden generell nicht vorzeitig aus der Haft entlassen. Das Gleiche gilt den Angaben zufolge auch für Verurteilte mit Drogendelikten, Staatsschutzvergehen oder Täter, die wegen Landfriedensbruchs verurteilt worden waren. Derzeit sitzen rund 4040 Inhaftierte in den Berliner Justizvollzugsanstalten.