Breitensport

Schnellster Weihnachtsmann ist aus Caputh

850 Läufer starten in Michendorf: Teilnahmebedingung ist ein Kostüm

Es ist ein Bild, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt: Rund 850 Läufer starteten am Sonntag in Michendorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) zum traditionellen Weihnachtsmannlauf – und es wirkte so, als hätten sich die Teilnehmer des Berlin-Marathons als Nikoläuse verkleidet. Ganz in Rot gekleidet rannten die Frauen und Männer los, mit ihrer Starternummer vorne gut sichtbar.

Nun sind Weihnachtsmann-Kostüm, angeklebter Bart und Zipfelmütze nicht gerade die ideale Läuferkleidung. Dennoch konnte sich das Ergebnis sehen lassen: Der schnellste Weihnachtsmann benötigte für die zehn Kilometer lange Strecke 37,31 Minuten. Der Hobbysportler kommt aus dem benachbarten Caputh (Potsdam-Mittelmark). Seine Zeit sei beachtlich, obwohl sie fünf Minuten über der Bestmarke von rund 32 Minuten liegt, erklärte Laufclubchef Andreas Friese. Die einzige Teilnahmebedingung für den Lauf war ein zünftiges Kostüm. „Auch wenn einem darunter ziemlich warm werden kann, durfte es nicht ausgezogen werden“, fügte Friese hinzu. Mittlerweile zählt der Michendorfer Weihnachtsmannlauf zu den größten Veranstaltungen seiner Art in Deutschland. „Wir können mit Fug und Recht sagen, dass wir die fittesten Weihnachtsmänner in der ganzen Republik haben“, sagte Friese.

In Berlin hat sich der Weihnachtsmann am Wochenende unterdessen seinen originären Aufgaben gewidmet. Das Museum für Kommunikation verschaffte Kindern am Sonntag einen direkten Draht zum Mann mit dem weißen Bart – dort konnten sie ein Foto mit dem Weihnachtsmann machen und dazu auch noch den Wunschzettel abgeben. Die Kinder hätten im Museum noch einen Wunschzettel mit Tinte und Feder oder an einer alten Schreibmaschine schreiben können, sagte eine Sprecherin des Museums.

Die Aktion sei zwar gut angekommen, viel Andrang war bei dem als Weihnachtsmann Verkleideten und seinen beiden Engeln aber nicht. Das wohl bekannteste Weihnachtspostamt befindet sich im brandenburgischen Himmelpfort. Dort waren bis kurz vor dem zweiten Advent bereits 130.000 Briefe angekommen.