Ausflüge

Winterlich und wohlig

Am Wochenende soll es kalt werden. Tipps für Ausflüge ins brandenburgische Umland

Pünktlich zum ersten Advent wird es winterlich in Berlin und Brandenburg. Die Meteorologen sagen für das Wochenende Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt am Tage und Nachtfröste bis zu minus vier Grad voraus. Dafür soll die Sonne scheinen – das richtige Wetter für einen Spaziergang. Die Berliner Morgenpost hat Ausflüge zusammengestellt, bei denen man die Wintersonne genießen und sich anschließend an einem kuscheligen Ort aufwärmen kann.

Wintermarkt und Tropenklima

Auf dem denkmalgeschützten Areal der Weltkulturerbestätte Krongut Bornstedt in Potsdam hat das Weihnachtsdorf geöffnet. Verschiedene Händler verkaufen im Hof des ehemalige Musterguts der Hohenzollern-Familie Kunsthandwerk und weihnachtliche Produkte. In der Wärme des rustikalen „Brauhauses“ werden Gäste mit gutbürgerlicher Küche bewirtet. Das ideale Kontrastprogramm bei Kälte ist auch die Biosphäre Potsdam: Die Dschungellandschaft mit 20.000 exotischen Pflanzen sorgt auch bei Minusgraden für Tropenatmosphäre.

Krongut Bornstedt, Ribbeckstraße 6, Potsdam, Eintritt frei, am Wochenende 2 Euro, 11.30–18.30 Uhr, Tram 92 ab Potsdam Hbhf. bis Endstation Kirschallee. Biosphäre Potsdam, Georg-Hermann Allee 99, Eintritt: 11,50 Euro, Kinder 0-7,80 Euro, geöffnet, Mo.–Fr. 9–18, Sbd.+So. 10–19 Uhr, Bus 96 ab Potsdam HBhf. bis Volkspark.

Kahnfahrt und Wasserwelten

Bei einer winterlichen Kahnfahrt kann man den Spreewald neu entdecken. Eingehüllt in Decken und mit einem Glas Glühwein oder Tee (bitte vorbestellen unter der Telefonnummer 03542-22 25) wird die Stak-Tour durch die Fließe und die reifbedeckte Landschaft zu einem Erlebnis. Wer nach der 75-minütigen Fahrt steifgefroren ist, taut in den Spreewelten-Thermen wieder auf. Dort kann man Auge in Auge mit lebendigen Pinguinen im 35 Grad warmen Wasser planschen oder die Saunawelt besuchen.

Großer Kahnfährhafen Lübbenau, Dammstraße, Abfahrt täglich 11 und 13 Uhr, 10 Euro.

Spreewelten, Lübbenau, Alte Huttung 13, Tel. 0 35 42/ 89 41 60, Fr.+Sbd. 9–23, So.–Do. 9–22 Uhr, Tageskarte 25, Kinder 8–19 Euro. A13, RE2+14.

Wisente und Erlebnishof

Wisente, Wildpferde und Rothirsche sind im Schaugehege der Sielmann-Stiftung in der Döberitzer Heide zu sehen. Das 36 Hektar große Gelände bei Elstal (Havelland) liegt auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Der Eingang zum Schaugehege wurde kürzlich an den Rand von Karls Erlebnisdorf verlegt. Diesen ländlichen, 20 Hektar großen Freizeitpark mit Bienenmuseum und Kannenausstellung, Irrgarten und Traktorbahn, Schatz-Höhle und Kartoffelsackrutsche haben seit der Eröffnung im Mai Zehntausende besucht. In mehreren Restaurants kann man sich aufwärmen und stärken.

Anfahrt über B5 oder RE 4 bis Elstal, Bus 662. Gehege geöffnet täglich 10–16 Uhr, Eintritt 4, Kinder 2 Euro. Karls Erlebnishof, geöffnet täglich 8–19 Uhr, Eintritt frei

Seeidyll und Fischgerichte

Schloss, Fährhaus oder Einsteins Sommerhaus – in der Gemeinde Caputh am Schwielowsee (Potsdam-Mittelmark) gibt es einiges zu sehen. Wenig ausgetreten sind die Wanderpfade um den Caputher See, südlich des Dorfes Caputh. Unter alten Laubbäumen kann der See in eineinhalb Stunden umrundet werden. Im Anschluss an die Wanderung bietet es sich an, in einer der Gaststätten Capuths zum Essen einzukehren, zum Beispiel mit Seeblick im Kavalierhaus.

Anreise B2, RB 23. Kavalierhaus Caputh, Lindenstraße 60, Schwielowsee, Tel.: 03 32 09–846 30, Sbd.+So. ab 11 Uhr geöffnet, Fischgerichte ab 16 Euro, Cappuccino 2,60 Euro

Tannengrün und Lagerfeuer

An vielen Orten in Brandenburger Wäldern kann man bei einem Familienausflug Weihnachtsbäume selbst schlagen oder heimisches Tannengrün für das Adventsgesteck an Ort und Stelle aussuchen. Den Anfang macht die Gemeinde Mellensee bei Zossen (Teltow-Fläming). Dort öffnet am heutigen Sonnabend der Weihnachtsbaum-Wald. Im Angebot sind Blaufichten ab 19.99 Euro. Nach getaner Arbeit kann man sich am Lagerfeuer bei Glühwein oder Kinderpunsch aufwärmen. Beim vorweihnachtlichen Spaß im Wald wird auch Ponyreiten, Kerzenziehen und ein Besuch des Weihnachtsmanns angeboten.

Täglich 8–16 Uhr, Anfahrt über die Landesstraße 79, RE 3+7, Bus 771 ab Zossen. Der Weg vom Dorfanger zur Schonung ist ausgeschildert. www.weihnachtsbaum-selbst-schlagen.de