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Brandenburg

Königs Wusterhausen: Trinkwasser mit Bakterien verunreinigt ++ Ermittlungserfolg: Deutsch-polnische Ermittler fassen Autodiebe ++ Justiz: Drei Mitglieder der „Pillen-Bande“ verurteilt ++ Polizei: Einbrecher lässt seinen Ausweis zurück

Trinkwasser mit Bakterien verunreinigt

Das Trinkwasser in Teilen Königs Wusterhausens ist mit Bakterien verunreinigt. Es handelt sich nach Angaben des Landkreises Dahme-Spreewald vom Freitag um Bakterien, die Durchfall und Erbrechen verursachen können. Eine Gefahr für gesunde Menschen bestehe nicht, allerdings sollte das Wasser für Kinder unter zwei Jahren und Menschen mit Abwehrschwächen abgekocht werden, hieß es. Die Verunreinigung sei geringfügig. Dem Märkischem Abwasser- und Wasserzweckverband zufolge kann Abwasser als Grund für die Bakterien ausgeschlossen werden. „Auch das Wasserwerk ist für die Verunreinigung nicht verantwortlich“, sagte der technische Leiter der Betriebsführungsgesellschaft Dahme-Nuthe-Wasser, Daniel Kyek. Das Wasserwerk Königs Wusterhausen versorgt die Stadt und das südliche Umland.

Deutsch-polnische Ermittler fassen Autodiebe

Mehrere mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Autodiebesbande sind von einem deutsch-polnischen Ermittlerteam in Polen gefasst worden. Gegen vier Männer aus dem Raum Zielona Góra wurde von der dortigen Justiz Untersuchungshaft angeordnet, wie das Polizeipräsidium Brandenburg mitteilte. Die Bande soll mehr als 150 Autos in Deutschland gestohlen oder dies versucht haben. Die meisten der Autodiebstähle betrafen Brandenburg. Der Schaden belaufe sich auf 1,5 Millionen Euro.

Drei Mitglieder der „Pillen-Bande“ verurteilt

Das Landgericht Potsdam hat am Freitag erste Urteile gegen die „Pillen-Bande“ gesprochen. Ein 29-Jähriger wurde zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Zwei Mittäter erhielten Bewährungsstrafen. Das Gericht sprach sie des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs für schuldig. Die Männer hatten Internet-Portale betrieben, in denen gefälschte Potenz- und Schlankheitsmittel in riesigen Mengen verkauft wurden. Die Einnahmen sollen in Millionenhöhe gelegen haben. Im März begann der erste Prozess gegen acht mutmaßliche Täter; es sind Termine bis Mitte Dezember geplant.

Einbrecher lässt seinen Ausweis zurück

Ein Einbrecher hat sich in Brandenburg quasi selbst überführt: Auf einem Grundstück in Guben (Landkreis Spree-Neiße) hinterließ er seinen Ausweis, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Ein Bewohner hatte demnach am Donnerstag den Eindringling bemerkt, der daraufhin sofort flüchtete. Seine Jacke, in der auch sein Ausweis steckte, sei aber in einem Zaun hängen geblieben. Der Mann ließ die Jacke hängen und flüchtete. Der 25-Jährige sei der Polizei bereits bekannt, so die Mitteilung weiter. Er konnte jedoch noch nicht gefasst werden.