Statistik

Führerschein mit 17: Weniger Fahranfänger sterben im Verkehr

Der Führerschein mit 17 ist in Brandenburg weiter heiß begehrt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erreichten die zuständigen Behörden 6534 Anträge.

Im ganzen Jahr 2013 waren es 8155, teilte das Verkehrsministerium mit. „Der Boom ist ungebrochen“, sagte Ressortminister Jörg Vogelsänger (SPD). Er sieht darin einen wichtigen Beitrag, um junge Fahrer zu schützen.

Als Beleg für diese These verwies Minister Vogelsänger auf die Verkehrsunfallstatistik. Danach gab es 2011 noch 46 getötete Fahranfänger im Alter zwischen 17 und 25 Jahren. 2012 waren es 29. Ein Jahr später wurden zwölf Getötete gemeldet. Zudem wurden seit 2006 nur 27 jungen Fahrern nach eklatanten Verkehrsverstößen der Führerschein wieder abgenommen. Mit mehr als 54.700 jungen Fahrern, die seit 2006 ihren Führerschein mit 17 gemacht haben, gab es dagegen keine Probleme. „Die Erfolgsgeschichte des begleiteten Fahrens geht weiter“, so Vogelsänger.

Für das begleitete Fahren können Jugendliche bereits mit sechzehneinhalb Jahren in die Fahrschule gehen, Unterricht nehmen und ab dem 17. Lebensjahr die Führerscheinprüfung ablegen. Dann können sie in Begleitung eines mindestens 30 Jahre alten Erwachsenen, der seit fünf Jahren den Führerschein besitzt, in ganz Deutschland Auto fahren. Mit 18 Jahren dürfen sie dann allein ohne Aufsicht ans Steuer.