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Brandenburg

Spende: Lottogewinner zahlen Kredit ab und möchten helfen ++ Honigbienen: Zahl der Freizeit-Imker im Land steigt ++ Ladegerät: Kind holt Röhre aus Müll – Stichflamme ++ Umweltschutz: Auswirkungen nicht geprüft bei vielen Windkraftanlagen

Lottogewinner zahlen Kredit ab und möchten helfen

Das Ehepaar aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, das am vergangenen Sonnabend mehr als 900.000Euro beim Lotto gewann, möchte mit dem Gewinn einen Kredit ablösen, sich etwas „Kleines“ gönnen und Menschen helfen, die nicht so viel Glück haben wie sie selbst. An wen die Spende gehen soll und in welcher Höhe, wollen die beiden Lottogewinner in Ruhe überdenken. Das Ehepaar nimmt seit 13 Jahren über das Dauerspiel am Zahlenlotto teil und erzielte am 20. September schließlich sechs Richtige.

Zahl der Freizeit-Imker im Land steigt

Immer mehr Brandenburger entdecken die Imkerei als Hobby. „Etwa 2000 Freizeit-Imker mit fast 20.000 Völkern sind derzeit Mitglied im Landesverband der Brandenburgischen Imker“, sagte der 1. Vorsitzende, Rainer Gabriel. Vor zehn Jahren habe es nur etwa 1300 Mitglieder gegeben. Sie kommen nach seinen Angaben aus allen Berufs- und Altersgruppen. Viele wollen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Imker-Neustarter erhalten Fördermittel von der Europäischen Union, etwa für die Anschaffung von Völkern und Gerätschaften.

Kind holt Röhre aus Müll – Stichflamme

Ein Ladegerät hat am Mittwoch in Märkisch-Oderland für einen stundenlangen Polizeieinsatz gesorgt. Ein Kind habe den röhrenartigen Gegenstand mit heraushängenden Kabeln am Nachmittag in Rüdersdorf neben einer Mülltonne gefunden, teilte die Polizeidirektion Ost am Freitag mit. Als es die Röhre aufhob, sei eine Stichflamme herausgeschossen. Das Kind ließ sie sofort fallen. Es blieb unverletzt. Die Polizei alarmierte Spezialkräfte vom LKA, die den Gegenstand röntgten. Sie stellten fest, dass es sich um ein Akku-Pack handelt, und gaben kurz vor Mitternacht Entwarnung. Solch leistungsfähige Ladegeräte dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden.

Auswirkungen nicht geprüft bei vielen Windkraftanlagen

Viele Windkraftanlagen in Brandenburg werden ohne Prüfung auf mögliche Umweltauswirkungen gebaut. Das geht aus einer Antwort von Umweltministerin Anita Tack (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion im Potsdamer Landtag hervor. Danach gab es zwischen Januar 2013 und August 2014 zwar 87 genehmigte Anträge zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Bei lediglich 13Verfahren wurde diese Prüfung auf mögliche Umweltauswirkungen von Windkraftanlagen aber auch durchgeführt. Die Prüfung ist nicht verpflichtend. In bestimmten Fällen können die Behörden sie aber vorschreiben.