Gefährliche Zecken: 1100 Borreliose-Fälle nach Bissen gemeldet

Im Land Brandenburg sind seit Jahresbeginn 1106 Borreliose-Fälle gemeldet worden. Das sind elf mehr als im Vergleichszeitraum 2013.

Ob die Infektionszahl am Jahresende besonders hoch ausfallen wird, kann laut Gesundheitsministerium schwer vorausgesagt werden. Im gesamten Jahr 2013 gab es demnach 1571 Borreliose-Fälle, im Jahr davor 898. Die Zecken waren laut Ministerium wegen des milden Winters in diesem Jahr besonders früh aktiv. Die Erreger der Borreliose, die Borrelien-Bakterien, gelangen über Zecken in den Körper. Sie können dort Gelenk-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen auslösen.

Wie im Vorjahr auch habe Brandenburg im Vergleich der Bundesländer bisher die höchsten Erkrankungsraten, teilte das Ministerium mit. Das sei allerdings auch darauf zurückzuführen, dass die Infektion nicht in allen Ländern meldepflichtig sei – und es in der Region bei Ärzten und Laboren eine besonders gute „Meldemitarbeit“ gebe.

Zeckenstiche sind kein reines Sommerphänomen. Die Tiere sind noch bis etwa November aktiv.