Zulauf

Zahl der Asylbewerber in Brandenburg seit 2012 verdoppelt

Die Zahl der Asylbewerber in Brandenburg hat sich innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt.

Wie das Potsdamer Innenministerium mitteilte, wohnten Ende Juli 28 Asylberechtigte, 297 anerkannte Flüchtlinge, 2130 geduldete Flüchtlinge und 3967 Asylbewerber im Land. „Allein die Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt beherbergt aktuell 1385 Asylbewerber“, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt. Von ihnen komme mehr als die Hälfte aus Syrien, Serbien, Tschetschenien und Eritrea.

Um den Zulauf einzudämmen, will die Bundesregierung die Balkanländer Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zu sogenannten sicheren Drittstaaten erklären, damit Asylbewerber aus dieser Region schneller abgeschoben werden können. Im Bundesrat, der an diesem Freitag dazu beraten will, hakt die Zustimmung noch wegen Bedenken der Grünen.

In Eisenhüttenstadt bleiben die Flüchtlinge nach Auskunft des Innenministeriums in der Regel maximal drei Monate. Danach würden sie auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt und dort in Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungen untergebracht

„Als Konsequenz aus der wachsenden Zahl von Asylbewerbern im vergangenen Jahr wurden bereits Wohncontainer auf dem Gelände in Eisenhüttenstadt aufgestellt“, so Brandt. Dort stehen derzeit – inklusive 250 Notbetten – 1600 Aufnahmeplätze zur Verfügung. Ferner würden im Land ehemalige Jugendwohnheime oder Kasernengebäude als Unterkünfte angemietet. Zudem nutze das Land auch das leer stehende Gebäude für das Flughafenasylverfahren am Flughafen Schönefeld.