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Berlin & Brandenburg

Stau: Brennender Laster: A 24 auf 30 Kilometern gesperrt ++ Sicherheit: Besuch für Asylbewerber in der Erstaufnahme verboten ++ Leichenschau: Rechtsmediziner fordert bessere Ausbildung ++ Treffen: Kleine Maschinen am Großflughafen in Schönefeld ++ Urteil: Missbrauch: Neurologe erhält Bewährungsstrafe ++ Studie: Brandenburg bei Windenergie auf Platz zwei ++ Statistik: Weniger Schweine, aber mehr Rinder geschlachtet ++ Rekordverdächtig: Gemüsebäuerin baut 180 Tomatensorten an

Brennender Laster: A 24 auf 30 Kilometern gesperrt

Nach einem Lkw-Brand auf der A 24 Hamburg-Berlin bei Herzsprung war am Donnerstag ein 30 Kilometer langer Autobahnabschnitt für mehrere Stunden in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Ein polnischer Sattelzug war nach Polizeiangaben aus bislang unbekannter Ursache in Brand geraten. Der Fahrer erlitt einen Schock. Der Laster hatte vermutlich Plastikfolien geladen. Autofahrer mussten bei Herzsprung oder Neuruppin die Autobahn verlassen.

Besuch für Asylbewerber in der Erstaufnahme verboten

Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) dürfen so lange keinen Besuch empfangen, wie in der Nähe ein Protestcamp gegen die Flüchtlingspolitik veranstaltet wird. Das sagte am Donnerstag ein Sprecher des Innenministeriums. Grund sei, dass Demonstranten 2013 versucht hätten, die Abschiebehaftanstalt auf dem Gelände zu stürmen. Die Flüchtlinge könnten das Gebäude aber ungehindert verlassen.

Rechtsmediziner fordert bessere Ausbildung

Die Ausbildung der Mediziner für eine Leichenschau ist aus Sicht des Potsdamer Rechtsmediziners Jörg Semmler unzureichend. Schätzungen zufolge weise jede zweite bis dritte Totenbescheinigung in Deutschland Fehler auf. So hatte im März 2014 in der Uckermark eine Notärztin bei einer Leiche eine natürliche Todesursache attestiert, obwohl sich am Körper drei Stichwunden befanden. Nun wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um die Problematik zu beleuchten.

Kleine Maschinen am Großflughafen in Schönefeld

Am unfertigen Hauptstadtflughafen gibt es an diesem Wochenende regen Flugverkehr. Die Betreiber erwarten Sonnabend und Sonntag bei einem Fliegertreffen Kleinflugzeuge von den umliegenden Flugplätzen in Brandenburg. Die Flughafengesellschaft bat die Anwohner um Verständnis für das sogenannte Fly-in. Flughafenchef Hartmut Mehdorn bemüht sich seit Monaten um eine Zusammenarbeit mit den umliegenden 15 Flugplätzen.

Missbrauch: Neurologe erhält Bewährungsstrafe

Ein 51-jähriger Neurologe ist wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Patientinnen zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem soll er an eine der beiden Frauen 2500 Euro zahlen. Der Arzt habe bei Massagen die Brüste und Brustwarzen der Frauen berührt, obwohl es medizinisch dazu keinen Anlass gab, so die Richterin eines Berliner Amtsgerichts am Donnerstag. Beide Frauen hatten ihn unabhängig voneinander angezeigt. Der Arzt hatte den Missbrauchs-Vorwurf bestritten.

Brandenburg bei Windenergie auf Platz zwei

Mit gut 5200 Megawatt im Jahr steht das Land Brandenburg bei der Erzeugung von Windenergie auf Platz zwei in Deutschland, hinter Niedersachsen. Das geht laut Bundesverband Windenergie aus einer am Donnerstag in Cottbus vorgestellten Studie hervor. Der Bereich sichere in der Mark gut 5000 Arbeitsplätze und sorge für eine beträchtliche Wertschöpfung. So habe die Branche 2012 für gut 130 Millionen Euro Einnahmen bei der öffentlichen Hand gesorgt.

Weniger Schweine, aber mehr Rinder geschlachtet

Im Land Brandenburg sind im ersten Halbjahr 516.500 Schweine getötet worden. Das ist zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 11,7 Prozent. Das teilte das Landesamt für Statistik am Donnerstag mit. Der Anteil der Tiere aus dem Ausland sei mit insgesamt 2700 um 46,4 Prozent gestiegen. Bei der gewerblichen Schlachtung von Schafen gab es einen Rückgang um 4,5 Prozent auf 36.600 Tiere. Die Zahl der geschlachteten Rinder erhöhte sich um 6,7 Prozent – auf 17.900.

Gemüsebäuerin baut 180 Tomatensorten an

180 unterschiedliche Tomatensorten wachsen auf dem Hof der Gemüsebäuerin Benedicta von Branca in Bornow unweit von Beeskow (Oder-Spree). Sie heißen „Stierherz“, „Fuzzi Wuzzi“ oder „Black Altai“, schillern in Rot, Grün oder sogar Schwarz und werden auf Wochenmärkten verkauft. Zum Gedeihen benötigen die Tomaten gar nicht viel, sagt die Bäuerin. Mit Geduld, relativ wenig Wasser und Dünger wachsen sie auch auf sandigen Böden.