Zusatzdienst

Kommunen setzten auf Beschwerde-App – jetzt auch Potsdam

Stinkende Hinterlassenschaften von Hunden, defekte Straßenlaternen oder Schlaglöcher: In Zeiten zunehmender Digitalisierung setzen Kommunen aus der Hauptstadtregion auf ein Beschwerde-Management 2.0.

Seit Freitag ist auch die Landeshauptstadt Potsdam dabei, wie das Brandenburger Innenministerium am Freitag mitteilte. Per Handy- oder Tablet-App können sich Bürger seit Anfang August bereits in 60 Brandenburger Kommunen sowie in den drei Berliner Stadtbezirken Lichtenberg, Marzahn-Hellerdorf und Tempelhof-Schöneberg über Ärgernisse beschweren. Die App ist ein Zusatzdienst des Beschwerde-Internetportals „Märker“, das vom Innenministerium 2009 in Zusammenarbeit mit dem Städte- und Gemeindebund ins Leben gerufen wurde. Per App wird die Meldung am Ort des Geschehens mit einem Geocode versehen und an die Verwaltung verschickt. Die Kommunen haben sich verpflichtet, innerhalb von drei Tagen nach Eingang der Hinweise für Abhilfe zu sorgen oder die zuständige Stelle zu informieren. Eine Ampel neben der Beschwerde im Internet zeigt plastisch den Bearbeitungsstand von Rot (noch nichts passiert) über Gelb (in Arbeit) bis zu Grün (Problem behoben).