Stopp

Ministerium: Kein Fracking im Bergbau Brandenburgs

Im Brandenburger Bergbau sind derzeit keine Fracking-Projekte geplant.

Zwar werde vielerorts nach Erdgas- und Erdölvorkommen gesucht, Anträge für Projekte mit der umstrittenen Technologie lägen dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) aber nicht vor. Das erklärte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion.

Durch Fracking können Rohstoff-Lagerstätten besser ausgebeutet werden. Beim sogenannten Hydraulic Fracturing wird mit Chemikalien versetztes Wasser in den Boden gepresst, um tief gelegenes Gestein mit hohem Druck aufzubrechen. Durch die so entstandenen Öffnungen kann das Gas emporsteigen. Umweltschützer fürchten wegen der dabei eingesetzten Chemikalien allerdings eine Verunreinigung des Trinkwassers. Zudem sehen sie in der Entsorgung der Chemikalien ein Risiko – diese findet im Untergrund statt.

Aktuell laufen in Brandenburg nach Angaben von Christoffers knapp 20 Bergbauprojekte, bei denen es um die Gewinnung von Kohlenwasserstoffen geht. Sie sind in Erdöl, Erdgas und anderen fossilen Stoffen enthalten. Ende Juli wurde etwa nahe Beeskow (Oder-Spree) mit Bohrungen nach möglichen Erdgasvorkommen begonnen. Der Rohstoff wird dort in einer Tiefe von etwa 2700 Metern vermutet. Sollte das Unternehmen Bayerngas dort auf Erdgas stoßen, will es den Zufluss mehrere Tage lang prüfen. Wenn es zu einer Förderung kommen sollte, würde das Gas dann unterirdisch transportiert.