Feuerwehreinsatz

Kellerbrand in der Waldstadt: Zehn Mieter mit Rauchvergiftung

Ein Brand aus ungeklärter Ursache im Kellergeschoss eines Mehrfamilienhauses hat in der Nacht zu Freitag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Anwohner des Hauses an der Saarmunder Straße im Stadtteil Waldstadt II war der Brand wegen der erheblichen Rauchentwicklung aufgefallen, der sich nach Polizeiangaben im gesamten Mietshaus ausgebreitet hatte. Zehn Bewohner wurden verletzt und erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Neun von ihnen wurden in einem Krankenhaus versorgt, ein Bewohner konnte die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Die Rettungskräfte rückten gegen 23.15 Uhr mit einem großen Aufgebot an der Saarmunder Straße an und konnten die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Der Rauch war durch das Treppenhaus und bis in die Wohnungen gezogen, die meisten Bewohner wurden davon im Schlaf überrascht. Die Einsatzkräfte konnten zahlreiche Mieter mit Hilfe von Drehleiterwagen von den Balkonen aus in Sicherheit bringen. Das Verlassen des Hauses über die Treppenhäuser wäre wegen der Rauchgase zu gefährlich gewesen.

Eine Gefahr für umstehende Wohngebäude habe nach Angaben der Polizei nicht bestanden. Nachdem der Rauch aus dem Kellerbereich komplett abgezogen war, konnten Beamte der Kriminalpolizei und der Kriminaltechnik sich den Brandort näher ansehen. Konkrete Erkenntnisse liegen noch nicht vor. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und schließt weder Brandstiftung noch einen technischen Defekt aus. Auch die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Die Kriminalpolizei bittet jetzt Zeugen um Hinweise. Sachdienliche Angaben, wie es zu dem Brand kommen konnte, und zu möglichen Tätern erbittet die Polizeiinspektion Potsdam unter 0331-5508-1224.