Gesundheit

Zeckenbisse führen zu Hunderten Borreliose-Fällen

In Brandenburg sind seit Jahresbeginn 773 Borreliose-Fälle gemeldet worden.

Ob die Zahl am Jahresende besonders hoch ausfallen wird, kann laut Gesundheitsministerium schwer vorausgesagt werden. 2013 gab es 1571 registrierte Borreliose-Fälle, im Jahr davor 898.

Für den Vergleichszeitraum Januar bis Ende Juli 2013 lagen keine Vergleichszahlen vor. In diesem Jahr war der Winter milde. Die Zecken waren nach Angaben der Gesundheitsbehörden deswegen ungewöhnlich früh aktiv. Die Erreger der Borreliose, die Borrelien-Bakterien, gelangen über Zecken in den Körper. Sie können dort Gelenk-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen auslösen. Im Kreis Märkisch-Oderland wurden mit 83 bislang die meisten Fälle gemeldet, gefolgt von den Landkreisen Oberhavel (82) und Barnim (79). Am wenigsten betroffen waren laut Ministerium die Stadt Frankfurt (Oder) mit acht und der Elbe-Elster-Kreis mit neun fällen. 2013 waren im Oberhavel-Kreis mit 156 Registrierungen landesweit die meisten Menschen nach Zeckenbissen erkrankt.

Die auch von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) trat in Brandenburg in diesem Jahr laut Ministerium bislang einmal auf. 2013 waren vier und 2012 zwei Fälle dieser Form von Hirnhautentzündung gemeldet worden.