Unglück

Tödlicher Sturz auf Schulausflug: Junge wurde nicht geschubst

Bei dem tödlichen Sturz eines Zwölfjährigen auf einem Schulausflug am Werbellinsee schließt die Polizei ein Fremdverschulden aus.

„Wir gehen nicht davon aus, dass er auf der Treppe geschubst wurde“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Dennoch werde weiter ermittelt.

Der Junge fiel am Montag in einer Kinder- und Jugendbegegnungsstätte bei Joachimsthal (Barnim) so unglücklich auf den Hals, dass jede Hilfe zu spät kam. Die Schüler hielten sich nachmittags in dem Jugendzentrum auf, als das Unglück passierte. Der Junge stammt laut Polizei aus dem Raum Potsdam.

Der Geschäftsführer des Betreibers EJB Werbellinsee GmbH, Reinhard Meier, sagte am Dienstag: „Wir sind alle sehr betroffen. Der Tag war sehr schlimm.“ Ersthelfer des Zentrums hätten noch versucht, dem Jungen zu helfen. Seelsorger kümmerten sich um die Lehrer und die Schüler. Die Schulklasse sei am Montagabend nach Hause gebracht worden. Betroffen zeigte sich auch der Amtsdirektor von Joachimsthal, Dirk Protzmann: „Wir bedauern zutiefst, dass es zu diesem Unglück gekommen ist.“ Die Begegnungsstätte gebe es seit den 50er-Jahren. Er kenne kein vergleichbares Unglück, sagte Protzmann. Die Begegnungsstätte beherbergt nach eigenen Angaben jährlich 30.000 Gäste. Darunter sind viele Schulklassen und Sportgruppen.

In Barnim hatte sich bereits 2010 ein Unglück bei einem Kindergartenausflug ereignet. Zwei Mädchen fielen in Eberswalde in einen eiskalten Teich. Die zwei Jahre alte Lilly starb im Krankenhaus, das andere Kind überlebte.