Unglück?

Paddler aus Brandenburg vor Rügen vermisst

Es sollte eine Paddeltour um die größte deutsche Insel werden.

Nun wird ein Paddler aus Brandenburg in den Ostseegewässern um Rügen und Hiddensee vermisst – bereits seit einer Woche fehlt von dem 69 Jahre alten Mann jede Spur. Auch eine groß angelegte Suche der Polizei brachte bis Donnerstag kein Ergebnis.

Der Mann war am 11. Juni mit einem roten Paddelboot zu einer einsamen Rundtour um die Insel Rügen aufgebrochen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Bekannte hatten zuletzt am 12. Juni Kontakt zu dem Mann aus Michendorf (Kreis Potsdam-Mittelmark), der im Uhrzeigersinn um die größte deutsche Insel paddeln wollte und zuletzt bei Schaprode gesehen worden sein soll. Eine Suche per Hubschrauber und mit Schiffen am Mittwoch blieb ergebnislos. Auch am Donnerstag wurden weder der Mann noch das Boot gefunden.

Bei der Polizei in Stralsund, die erst am Mittwoch informiert wurde, gingen zwei Hinweise ein, die jetzt geprüft würden. Ein Zeuge will den Paddler am 11. Juni gesehen haben, ein weiterer am 14. Juni bei Barhöft, sagte eine Polizeisprecherin. Mitarbeitern einer Wasserbehörde war der Wagen des Mannes aufgefallen, der falsch geparkt war. Daraufhin wurde die Ehefrau angerufen, die aber keinen Kontakt zu dem Paddler hatte. Das Handy des Mannes sei zunächst geortet worden, aber in den vergangenen Tagen nicht mehr eingeschaltet gewesen.

Die Rügenrundtour per Paddelboot wird von mehreren Anbietern angeboten, die jeweils rund eine Woche für die knapp 200 Kilometer veranschlagen. Sie gilt als anspruchsvoll. Vor allem an der Ost- und Nordküste der Insel Rügen sowie an der Westküste Hiddensees kann schwerer Seegang auftreten. Am Donnerstag waren elf Beamte mit drei Booten unterwegs, die die Rügensche Boddenkette abgesucht haben. Zudem wurden auf der Insel Rügen die Uferbereiche zwischen Schaprode und Stralsund durchkämmt. Die Suche nach dem 69-Jährigen soll am Freitag fortgesetzt werden.