Gesundheit

Zeckenbisse: 267 Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind in diesem Jahr bislang 267 Borreliose-Infektionsfälle nach Zeckenbissen registriert worden.

Wegen des milden Winters waren Zecken vergleichsweise früh aktiv, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Sie hätten deshalb länger Zeit, sich mehrmals zu vermehren. Deshalb sei in diesem Jahr mit einer erhöhten Nachkommenschaft zu rechnen. Eine genaue Vergleichszahl zum Vorjahreszeitraum lag nicht vor. Für das gesamte Jahr 2013 gab es demnach 1571 gemeldete Infektions-Fälle, 2012 waren es mit 899 deutlich weniger. Die Erreger der Borreliose, die Borrelien-Bakterien, gelangen über Zecken in den Körper. Sie können dort Gelenk-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen auslösen. Die meisten Infektionsfälle wurden den Angaben zufolge in diesem Jahr in den Landkreisen Barnim (23) und Oberhavel (21) gemeldet, am seltensten in Frankfurt (Oder) (1) und in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster (je 2). Wie sich die Fallzahl der Infektionen weiter entwickelt, sei aber schwer vorauszusagen, hieß es. Die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) trat in Brandenburg in diesem Jahr laut dem Ministerium bislang nicht auf.