Polizei

Mordkommission klärt Unfallflucht in Altglienicke auf

Nach zehn Monaten intensiver Ermittlungen hat die 4.Berliner Mordkommission einen besonders schweren Fall von Unfallflucht aufgeklärt.

Bei dem Unfall ist ein Kraftfahrer am Morgen des 26. Juli 2013 lebensgefährlich verletzt worden ist. Der damals 47-Jährige war in Altglienicke angefahren worden und muss bis heute ärztlich behandelt werden. Die nun ermittelte Unfallfahrerin, eine 32-jährige Berlinerin, war geflüchtet. Um die Tat zu vertuschen, meldete sie das Unfallauto als gestohlen. Tatsächlich fuhr der Verlobte den Mercedes nach Polen. Das Vertuschungsmanöver konnte durch kriminaltechnische Untersuchungen aufgedeckt werden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mit.

Das Opfer war von zwei Zeugen schwer verletzt am Rand der Straße am Falkenberg entdeckt worden, wo der Lkw-Fahrer sein Fahrzeug für die nächste Tour vorbereitet hatte. Vom Unfallwagen gab es keine Spur. Kriminaltechniker konnten das Fahrzeugmodell ermitteln, ein entsprechender Pkw war zwei Tage nach dem Unfall in Sachsen als gestohlen gemeldet worden, der Wagen wurde in Polen gefunden. Der 32-Jährigen wird versuchter Mord vorgeworfen, ihrem Verlobten Betrug und Vortäuschen einer Straftat.