Kriminalität

Automaten gesprengt: Bundespolizei stellt drei vermummte Täter

Zivilbeamte der Bundespolizei haben in der Nacht zum Freitag zwei Männer und eine Frau festgenommen, die zuvor auf dem S-Bahnhof Bergfelde (Oberhavel) einen Fahrausweisautomaten in die Luft gesprengt hatten.

Das Trio ergab sich erst, nachdem die Beamten zwei Warnschüsse abgegeben hatten. Sie sind wegen verschiedener Straftaten bereits bei der Polizei bekannt.

Nachdem es in den vergangenen Monaten im Umland 17 vergleichbare Taten gegeben hatte, erhöhte die Bundespolizei ihre Präsenz in dem Gebiet, vor allem mit Zivilbeamten. Deshalb waren auch zwei Polizisten von der Wache des Berliner Hauptbahnhofes auf dem S-Bahnhof unterwegs, als dieser gegen 3.10 Uhr von einer schweren Explosion erschüttert wurde. Kurz darauf sahen die Polizisten drei vermummte Personen mit einer Geldkassette flüchten und nahmen die Verfolgung auf. Erst nachdem einer der Beamten in die Luft geschossen hatte, blieben die 25 und 27 Jahre alten Männer sowie ihre 39-jährige Komplizin stehen.

Später stellte sich heraus, dass die Verhafteten den Automaten mit Gas befüllt und dann gesprengt hatten. Bei den Festgenommenen wurde weiteres sprengfähiges Material sichergestellt, weswegen die Entschärfer der Bundespolizei zum Einsatz kamen und der S-Bahnverkehr für mehrere Stunden unterbrochen werden musste. Ermittler prüfen nun, ob das Trio für die anderen Sprengungen als Täter in Betracht kommen. Dazu werten Kriminaltechniker Spuren aus.

Nach Angaben von Thomas Striethörster, Präsident der Bundespolizeiinspektion Berlin, ist durch die Sprengungen der Automaten hoher Sachschaden entstanden. „Durch umherfliegende Teile hätten Unbeteiligte verletzt werden können. Die Einsatzmaßnahmen haben dazu geführt, dass die Bundespolizei drei Täter auf frischer Tat festnehmen konnte.“