Engagement

Oranienburg zeichnet Berliner Sekundarschule mit Preis aus

Berliner Schüler haben für ihr demokratisches Engagement den Franz-Bobzien-Preis der Stadt Oranienburg (Oberhavel) erhalten.

Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung ging an die 7. Integrierte Sekundarschule an der Tempelhofer Ringstraße und würdigt deren „Ziegelsteinprojekt“, teilten die Veranstalter mit. Dabei handelt es sich um ein Workcamp, mit dem ein ehemaliges Kriegsgefangenenlager in der polnischen Stadt Zgorzelec in eine würdevolle Gedenkstätte umgestaltet werden soll. Zgorzelec bildet mit Görlitz eine Europastadt. Die Auszeichnung, die früher Oranienburger Toleranzpreis hieß, wurde am Sonntag zum 69. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen verliehen.

Erstmals vergab die Jury auch einen zweiten und dritten Platz. Diese gingen nach Brandenburg: Das Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Gewalt aus Schwedt (Uckermark) wurde für seine Aktion „Antirassismus macht Schule“ geehrt. Im Landkreis Teltow-Fläming fiel das Projekt „2013 – Zossen erinnert an 1933 und die Folgen“ auf.

Die Auszeichnung erinnert an den Hamburger Lehrer Franz Bobzien, der 1938 ins KZ Sachsenhausen verschleppt wurde und sich dort um gefangene Jugendliche kümmerte.