Sicherheit

Fast 300 Menschen in Brandenburg von Hunden gebissen

292 Menschen sind in Brandenburg im vergangenen Jahr von Hunden gebissen worden. Wie aus der Statistik des Innenministeriums in Potsdam hervorgeht, gehörten zu den Rassen, die am häufigsten zuschnappten, Deutsche Schäferhunde, Labrador Retriever, Dackel sowie Mischlinge.

Aufsehen erregte im Januar 2013 ein Fall in Cottbus. Dort wurden zwei Rottweiler erschossen, nachdem sie eine 75 Jahre alte Frau, ihren kleinen Hund und zwei Polizisten angefallen hatten. Die Beamten töteten die aggressiven Tiere mit Schüssen aus ihren Dienstwaffen.

Dennoch hatten die Halter ihre Hunde im Vergleich zu den vergangenen Jahren besser im Griff: 2012 gab es laut Innenministerium 323 Attacken auf Menschen, 2011 waren es 302.

Wenn Hunde untereinander ins Beißen geraten, kann auch das tragisch enden. So wurden 21 Vierbeiner im Jahr 2013 von ihren Artgenossen totgebissen, teilte das Ministerium mit. Auch hier fiel der Deutsche Schäferhund mit neun tödlichen Attacken auf. Das liegt auch daran, dass der Hund in der Mark beliebt ist. Die Statistiker zählten hierzulande rund 23.000 Deutsche Schäferhunde, die generell als klug gelten.

Denn was der Vierbeiner auch anstellt, am Ende steht der Halter in der Pflicht. „Auf die Erziehung des Hundes kommt es an. Da kann man viel falsch machen“, sagt Heiko Anton vom Internationalen Hunde Verband. Ob Dackel oder Dogge, jeder Hund brauche klare Regeln. Fehlten die, reagiere das Tier mit Stress und beiße auch mal zu. In dieser Hinsicht sei eine strenge Hand besser als gut gemeinte Kuschelpädagogik, mahnte der Fachmann.