Drei wichtige Fragen zum BER

1. Werden Grundstücke in Flughafennähe teurer?

Drei wichtige Fragen zum BER

Trotz des zu erwartenden Fluglärms verteuern sich die Preise für Wohnbauimmobilien um den künftigen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) weiterhin leicht. „Vor allem in den S-Bahn-Gemeinden Eichwalde, Zeuthen und Schulzendorf wies das Preisniveau bei zunehmender Nachfrage moderate Steigerungen um bis zu zehn Prozent auf“, sagte Landrat Stephan Loge (SPD) bei der Vorstellung der Bodenrichtwerte von 2013 am gestrigen Dienstag in Wildau. Als Gründe dafür sieht Loge die Nähe zu Berlin sowie die guten Arbeitsbedingungen und das Interesse von künftigen Mitarbeitern des Großflughafens. „Wie in den Jahren zuvor haben sich die Befürchtungen nicht bewahrheitet, dass die Preise für Wohnbaulandflächen wegen des Fluglärms drastisch zurückgehen.“ Um den Flughafen herum sind 353 Wohnbaugrundstücke mit einer Fläche von 30,1 Hektar verkauft worden. Damit wurden 23,8 Millionen Euro erzielt. Wie der Gutachterausschuss nach Auswertung von 2617 Kaufverträgen ermittelte, liegt der Spitzenwert weiter in Zeuthen. In Uferlage kostet dort der Quadratmeter 200 Euro. Gestiegen sind auch die Preise in Schönefeld. Im neuen Wohngebiet bezahlten die Interessenten für den Quadratmeter 160 Euro. Überraschend: 2013 wurden bei 55 Verkäufen im künftig stark lärmbelasteten Schulzendorf 3,7 Millionen Euro umgesetzt, fast 60 Prozent mehr als im Vorjahr. In Zeuthen konnten 5,25 Millionen Euro bei 62 Verkäufen eingenommen werden. 2012 waren es 4,3 Millionen Euro bei 48 Verkäufen. Der Wert von Acker- und Grünflächen hat sich um 15 Prozent erhöht. „In fünf Jahren haben sich die Preise fast verdoppelt“, sagte die Vize-Vorsitzende des Gutachterausschusses, Judith Killiches. Die Preise für Gewerbeflächen stagnieren. Nach der immer wieder geplatzten BER-Eröffnung warten Investoren weiter ab.