Tarifkonflikt

Am Montag wieder Warnstreiks in Brandenburg

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes gibt es kommende Woche weitere Warnstreiks – auch Brandenburg wird davon betroffen sein.

– Die Tarifverhandlungen für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen wurden am Freitag in Potsdam ohne Ergebnis vertagt. „Die Gespräche waren konstruktiv und es gab an einigen Punkten Annäherungen. In wichtigen Fragen sind die Positionen aber noch deutlich auseinander“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Bsirske.

In der kommenden Woche will die Gewerkschaft ihre Warnstreiks deshalb fortsetzen. Am Montag sollen Brandenburg und Teile Baden-Württembergs den Anfang machen, am Dienstag folgen Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen, wie Verdi mitteilte. Details zu den Streiks gab es noch nicht. Die übrigen Bundesländer sollen sich in den Folgetagen anschließen. In der zweiten Wochenhälfte könne es auch an Flughäfen zu Arbeitsniederlegungen kommen, hieß es. Ein weiterer Gesprächstermin zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ist für den 31. März anberaumt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern eine Erhöhung aller Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und 3,5 Prozent mehr Geld. Nach wie vor strittig ist der Sockelbetrag. Die Arbeitgeber diskutieren über eine „soziale Komponente“.

In dieser Woche hatte es in Brandenburg Warnstreiks in mehreren Kreisverwaltungen und bei den Wasserschleusen gegeben. Auch Berlin war von den Protestaktionen betroffen. In der Hauptstadt hatten sich unter anderem die Beschäftigten der Berliner Bäderbetriebe an dem Ausstand beteiligt. Elf Hallenbäder waren bestreikt worden. Insgesamt beteiligten sich einige Hundert Berliner und Brandenburger Gewerkschafter an dem Warnstreik. Laut einer Umfrage haben die Deutschen Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaft. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Fernsehsender N24 halten 63 Prozent der Befragten diese Forderung für angemessen, nur 30 Prozent der Deutschen finden sie übertrieben.