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Sperrung: Bombenentschärfung legt Regionalexpress lahm ++ Schwarzfahrer: Jugendlicher attackiert Zugbegleiterin und Fahrgast ++ Landtag: Grüne kritisieren Schulaufsichtsreform ++ Gericht: „Maskenmann“ wegen versuchten Mordes angeklagt

Bombenentschärfung legt Regionalexpress lahm

Wegen einer Bombenentschärfung an der Autobahn 11 wird am Donnerstagvormittag der Zugverkehr der Regionalexpress-Linie RE3 Berlin– Stralsund für vermutlich bis zu drei Stunden unterbrochen. Der Zug von Berlin-Hauptbahnhof in Richtung Stralsund endet bereits in Angermünde, wie die Deutsche Bahn am Dienstag mitteilte. Der Zug aus Stralsund endet in Prenzlau. In beiden Fällen ersetzen Busse die Züge. Die Fahrzeit in Richtung Stralsund verlängert sich um bis zu 40 Minuten. Die Bombe wurde nahe der Autobahnausfahrt Pfingstberg (Barnim) entdeckt und soll von etwa 9 Uhr an entschärft werden.

Jugendlicher attackiert Zugbegleiterin und Fahrgast

Ein jugendlicher Schwarzfahrer hat in einem Regionalzug im Landkreis Teltow-Fläming eine Zugbegleiterin und einen Fahrgast verletzt. Als die 46 Jahre alte Schaffnerin ihn am Dienstagmorgen weckte, um sich die Fahrkarte zeigen zu lassen, trat der 17-Jährige ihr nach Angaben der Bundespolizei ins Gesäß. Einem 28 Jahre alten Fahrgast trat er ins Gesicht und verletzte ihn an der Nase. Einen Fahrschein konnte der Jugendliche nicht vorweisen. Am Bahnhof Blankenfelde verließ der Angetrunkene den Zug mit zwei Begleitern. Anschließend warf er einen Stein gegen eine Zugscheibe, die daraufhin zersprang. Polizisten stellten den Jugendlichen. Er war der Polizei bereits bekannt.

Grüne kritisieren Schulaufsichtsreform

Die Grünen im Potsdamer Landtag haben die geplante Reform der Schulaufsicht im Land scharf kritisiert. Es handele sich um eine „kaschierte Personaleinsparungsmaßnahme“, sagte die bildungspolitische Sprecherin Marie Luise von Halem am Dienstag in Potsdam. Statt sechs staatlicher Schulämter soll es nach den Plänen der Landesregierung künftig eine Landesschulagentur in Potsdam mit vier Regionalstellen und insgesamt weniger Personal geben. Es bleibe im Gesetzentwurf offen, wie damit die Aufgaben der Schulämter besser erledigt werden könnten, kritisierte von Halem. Auch wie die Qualität des Unterrichts gesteigert werden solle, sei unklar.

„Maskenmann“ wegen versuchten Mordes angeklagt

Dem 46 Jahre alten mutmaßlichen „Maskenmann“, der Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen haben soll, wird versuchter Mord zur Last gelegt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Dienstag mit. Sie wirft ihm zudem schwere Körperverletzung, versuchten Totschlag und erpresserischen Menschenraub vor. Der Mann, der maskiert war, soll vor zwei Jahren die Frau eines Berliner Unternehmers in Bad Saarow zusammengeschlagen und auf die Tochter der Familie geschossen haben. Im Oktober 2012 soll er einen Investmentbanker per Kanu verschleppt haben.